Gelesene Bücher im August 2025

  • Frank Vorpahl: Schliemann und das Gold von Troja. Sachbuch, Bibliothek. Als Heinrich Schliemann mit Mitte 40 beginnt, sich für Archäologie zu interessieren, liegt bereits eine äußerst erfolgreiche Laufbahn als Geschäftsmann in Deutschland, den Niederlanden, den USA und Rußland hinter ihm. Er bricht radikal mit seiner Vergangenheit und erschafft sich ein neues Selbstbild, das des Ausgräbers des homerschen Troja. Was nicht paßt, wird passend gemacht, und ihm als Millionär stehen Möglichkeiten offen, von denen andere Archäologen nur träumen können. Bei Schliemann weiß man nie, was Dichtung und was Wahrheit ist… Noch heute beschäftigen seine Funde, die er (vielleicht) in Hissarlik ausgegraben hat, die Weltgemeinschaft, denn die Russen haben sie als Kriegsbeute 1945 nach Moskau verschleppt und dieses Geheimnis 50 Jahre lang gehütet. Das Buch trägt in jeder Zeile Vorpahls Meinung über Schliemann mit und dessen sollte man sich bewußt sein, wenn man es liest. Am Ende fehlte mir ein Resümée, daher 3,5/5.
  • Bloom, Philipp & Buckley, Veronica: Twilight of the Romanovs – A Photographic Odyssey Across Imperial Russia 1855-1918. Fotoband, Bibliothek. In zahlreichen schwarzweißen und colorierten Fotografien führen die Herausgeber den Leser einmal rund durch das Rußland der ausgehenden Zarenzeit – ein Land, das so nicht mehr existiert. Die Fotos zeugen von der Härte des Lebens und der Armut des Großteils der Bevölkerung, lassen aber auch teilhaben an gewaltiger Naturschönheit, aufstrebender Industrie und ganz privaten, alltäglichen Momenten. Hat mir viel Freude gemacht! 4,5/5.
  • Bret Anthony Johnston: We burn Daylight. Roman, Bibliothek. Waco (da klingelt es bei den meisten ja schon), 1993: Jaye folgt ihrer Mutter in die Sekte des „charismatischen“ Lamb, der die Gemeinschaftskasse mit dem Handel mit Waffen aufbessert. Sie verliebt sich in Roy, den Sohn des Sheriffs. Als das FBI die Sekte ausheben will, kommt es zu einer Katastrophe. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen: vieles wird nur angedeutet, manches gar nicht erklärt (z.B. warum überhaupt jemand diesem Sektenführer folgen sollte oder was genau an ihm charismatisch ist), die Figuren agieren seltsam und das Ende ist stark konstruiert. War nicht meins. 2/5.
  • Liz Moore: Der Gott des Waldes. Roman, Bibliothek. 1975 verschwindet ein Mädchen aus einem Feriencamp – ausgerechnet die Tochter der reichen Bankiersfamilie, der das Camp gehört. Aber kann das ein Zufall sein, wo doch 14 Jahre zuvor bereits der Sohn der Familie spurlos verschwunden war? Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, der Plot entwickelt sich langsam. Ich habe von Anfang an geahnt, wohin die Reise geht, bin mit der Ausflösung aber sehr zufrieden. 4/5.
  • Andreas Eschbach: Die drei Fragezeichen – Die Auferstehung. Roman, Bibliothek. Dreißig Jahre sind vergangen, seit die drei Fragezeichen sich nach einer persönlichen Tragödie getrennt haben, als die Enkelin von Albert Hitfield, die sieben Jahre zuvor im Dschungel Brasiliens verschwunden war, wieder auftaucht. Während ihr Vater Alec überglücklich ist, ist ihre Tante Mary skeptisch, ob es sich bei der jungen Frau tatsächlich um Tracy Hitfield handelt, und beauftragt Justus Jonas mit den Ermittlungen. Schon bald gesellen sich Peter und Bob dazu, doch abgesehen von ihrem Fall müssen sie sich auch damit auseinandersetzen, wie sie zueinander stehen… Mir hat das Buch aus mehreren Gründen nicht so gut gefallen. Zum einen hat Eschbach für Justus und Peter eine zutiefst deprimierende Biographie entworfen, die ich mir für die beiden nicht vorstellen kann. Dann war der Fall an sich total offensichtlich und bot keinerlei Spannung oder Überraschung. Und mich störte, daß ständig darauf hingewiesen wurde, daß ja schon sooo viel Zeit vergangen sei. Ich glaube ja nicht, daß Leute in unserem Alter sich ständig in ihre Teeniezeit zurücksehnen. Alles in allem habe ich das Buch mit Spannung erwartet, aber es gibt leider nur 2/5.
  • Michael Robotham: Der Insider. O’Loughlin-Ruiz-Reihe Teil 6. Roman, Onleihe. Ein Journalist und eine Wirtschaftsprüferin entdecken, daß Milliarden Dollar Aufbauhilfe aus dem Irak gestohlen werden. Zur gleichen Zeit rauben zwei Trickbetrüger einen Banker in London aus und geraten deswegen in Teufelküche, denn ein radikal-islamischer Auftragsmörder setzt sich auf ihre Spur. An dieser Stelle kommen Ruiz und letztlich auch O’Loughlin ins Spiel, die versuchen, die Frau des Trickbetrügerpärchens zu schützen und gleichzeitig zu ermitteln, was die Bank, bei der der bestohlene Banker gearbeitet hat, und dessen schwangere Frau und deren Familie damit zu tun haben. Diesmal war die Story eher langweilig und hat mich daher leider nicht gepackt, obwohl ich Ruiz und O’Loughlin nach wie vor sehr gern mag. Vielleicht nächstes Mal wieder. 3/5.
  • Stuart Turton: Der letzte Mord am Ende der Welt. Roman, Bibliothek. Nachdem das letzte Buch von Turton mich total begeistert hat, war klar, daß ich auch dies hier lesen muß, obwohl die Beschreibung „Sci-Fi-Dystopie-Krimi“ mich jetzt nicht so lockte. Auf einer griechischen Insel leben die letzten 122 Menschen zusammen mit den drei Ältesten und der künstlichen Intelligenz Abi, die sie alle im Kopf mit sich tragen und die als großes neuronales Netzwerk fungiert. Es wird bald klar, daß vieles unausgesprochen bleibt und es jede Menge Geheimnisse gibt. Als dann eine der Ältesten tot aufgefunden wird und allen Dorfbewohnern über Nacht von der KI ihr Gedächtnis gelöscht wird, erlaubt die KI, daß eine Dorfbewohnerin, Emory, dann doch ermitteln darf – erschwert durch die ausgelöschten Erinnerungen aller, durch Intrigen und persönliche Differenzen. Im Grunde ist das Buch in der Tat ein Thriller, der mit zwei Urängsten der Menschheit spielt: ausgelöscht bzw. kontrolliert werden. Letztlich hat mich das Buch nicht so überzeugt, da ich sehr bald auf die Lösung gekommen bin, und es eigentlich nur davon lebte, daß sich Figuren in einem eingeschränkten Umfeld trotz ihres Unwissens irgendwie durchwurschteln müssen. 2,5/5. Schade.
  • Amy Achterop: Tödlicher Stoff – die Hausboot-Detektei 3. Krimi, Onleihe. Ein reicher Geschäftsmann rennt im LSD-Rausch vor einen Müllwagen und stirbt und weil Arie, Gründer der Detektei, das miterlebt hat, beauftragt die Tochter des Verunglückten ihn und seine Kollegen mit den Ermittlungen. Die Serie lebt eigentlich nur von ihren knuffigen Charakteren, der Krimi an sich ist nicht besonders interessant. 3/5.
  • Susan Hill: Wie tief ist das Wasser? Roman, Onleihe. Der 11jährige Charles kommt zusammen mit seiner Mutter im Haushalt der Hoopers unter. Joseph Hooper hat sie als Haushälterin engagiert und beide Erwachsene hoffen, daß sich Charles mit Edward, Josephs Sohn, anfreunden werde. Edward jedoch haßt Charles vom ersten Moment an und tut alles, um dem Jungen das Leben zu vermiesen. Am Ende sieht Charles nur noch einen Ausweg… Ich fand, das Buch war sehr durchschaubar. Die Schilderungen, vor allem aus Sicht von Charles, sind lang und zäh und es gibt viele Wiederholungen. Das Buch ist 1970 das erste Mal erschienen und vielleicht greift die Idee einfach nicht mehr. 2/5.
  • Rowan Foxwood: Anis, Hüterin des Weißwaldes. Jugend-Fantasy, Bibliothek. Anis ist eine Herzseherin, das heißt, sie vermittelt zwischen Geistern/Göttern und den Menschen. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie jedoch auf sich selbst gestellt, da ihr Bruder in der Hauptstadt als Erfinder arbeitet. Als nun ihr raffgieriger Vormund Herr Biedermann ihren Weißwald abholzen lassen will, muß Anis in die Hauptstadt reisen, um ihren Bruder zur Heimkehr zu bringen. Auf der Reise dorthin lernt sie den jungen Musikanten Fink und den Fuchsgott Ginster kennen – und das ist erst der Anfang der Abenteuer! Sehr liebevoll gezeichnete Figuren, aber die Storyline konnte mich nicht überzeugen. 3,5/5.

Speiseplan #456

  • Mittwoch: Pilzbolognese
  • Donnerstag: Pasta mit Kürbis, Tomaten und Wurstbrätbällchen
  • Freitag: Bohnen mit Fleischwurst und Speck
  • Samstag: Rahmspinat, Leberkäse und Spiegelei
  • Sonntag: Kürbisgulasch
  • Montag und Dienstag: Disco Stew

Speiseplan #455

  • Mittwoch: Pilzbolognese, dazu Salat
  • Donnerstag und Freitag: Suppe mit Lauch, Fenchel, kleinen Tomaten und Wurstbrät
  • Samstag und Sonntag: Spitzkohlpfanne mit Hackbällchen, dazu Salat
  • Montag: Gemüsecurry und Salat
  • Dienstag: Erbsencurry und Salat

Speiseplan #454

  • Mittwoch: Rahmporree und Frikadellen, dazu Salat
  • Donnerstag: Frikadellengratin, dazu Salat
  • Freitag und Samstag: indischer Hühnchensalat
  • Sonntag: Spaghetti aglio olio e peperoncino, dazu Waldorfsalat
  • Montag: braunes Linsencurrry, dazu Salat
  • Dienstag: Zwiebelkuchen, dazu Salat

Speiseplan #453

  • Mittwoch: Pasta mit Pilzbolognese, dazu Salat
  • Donnerstag und Freitag: Bauerntopf, dazu Salat
  • Samstag: Speckpfannkuchen mit Kräuterquark und Salat
  • Sonntag: gefüllte Zucchini mit Tomaten, Mozzarella und Spinat, dazu Salat
  • Montag: Kohlrabi, Hollandaise und Hühnchen, dazu Linsensalat
  • Dienstag: Gemüsecurry, dazu Linsensalat

Lesestatistik 2024

Mir ist erst diese Woche aufgefallen, daß ich es versäumt habe, meine Lesestatistik für das vergangene Jahr zu posten, daher kommt sie jetzt halt im August 🙂

Im Jahr 2024 habe ich 203 Bücher gelesen. Wenn ich alle kurzen Hörbücher und Hörspiele mitgerechnet hätte, wäre ich auf ca. 350 gekommen, aber ich finde, das wäre irgendwie Etikettenschwindel (wobei das unter lesenden Menschen sehr beliebt zu sein scheint, jede Broschüre und jedes Comicheftchen mitzurechnen). Insgesamt waren das 75.247 Seiten, also 206,2 Seiten pro Tag. Da ich die meisten Bücher aus Bibliotheken und Onleihe beziehe, habe ich 2464,33 € nicht für Bücher ausgegeben 🙂

Folgende Bücher habe ich mit 5 Sternen bewertet:

  • Grady Hendrix: Southern Gothic
  • Daniel Kraus: Whalefall
  • Joanne K. Rowling: Harrry Potter en de geheime kamer

Obwohl ich bisher kein Buch der Reihe mit 5 Sternen bewertet habe, hat mir auch die Pendergast-Reihe sehr viel Freude gemacht. Den 11. Band habe ich im März gelesen, brauchte dann aber mal eine Pause vom guten Aloysius, weil ich halt das Nazi-Thema extrem leid bin. Möchte die Reihe aber weiterlesen.

Für 2025 war und ist mein Ziel, nicht auf Masse zu lesen (was auch gar nicht geht, da ich noch zwei andere raum- und zeitintensive Hobbies habe…), sondern endlich mal meine ellenlangen Leselisten abzubauen.

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