Speiseplan #483

  • Montag: Pasta mit Pilzen und Erbsen, dazu Salat
  • Dienstag: Thaisalat mit Tofu
  • Mittwoch: Masala Eiercurry, dazu Salat
  • Donnerstag: Chop Suey mit Tofu, dazu Salat
  • Freitag: Bohnen mit Fleischwurst und Speck, dazu Salat
  • Samstag: Burrito Bowl
  • Sonntag: Bratkohlrabi, Rahmspinat und Spiegelei, dazu Salat

Gelesene Bücher im Februar 2026

  • Chloe Dalton: Hase und ich – die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung. Nature Writing, Bibliothek. Dalton lebt in einem Cottage in England. Während der Pandamie arbeitet sie von zuhause aus. Auf einem ihrer Spaziergänge findet sie einen jungen Feldhasen und nimmt ihn mit ins Haus. Sie schreibt von drei Jahren mit dem Hasen und seinen Nachkommen, über ihre Naturbeobachtungen, ihre Gedanken über Landwirtschaft und die Fülle der Natur. Ich weiß nicht, wieso, aber mich hat das Buch überhaupt nicht gepackt, weil alles so vorhersehbar war. 2/5.
  • Hanns-Josef Ortheil: Schwebebahnen. Roman, Bibliothek. Ende der 50er Jahre zieht Josef mit seinen Eltern von Köln nach Wuppertal, weil der autistische Junge noch einmal von vorn in der Schule anfangen soll. Mit seiner besten Freundin Mücke erlebt er Dinge, die wahrscheinlich für eine Kindheit in den 50ern recht normal waren, jedenfalls kenne ich sie so ähnlich aus den Erzählungen meiner Eltern. Daß Josef der Musik so zugetan ist, hat die Lektüre für mich etwas zäh gemacht, auch das Christentum mit seinen ganzen Auswüchsen war irgendwie befremdlich. Alles in allem ein langsames Buch, das man nicht gelesen haben muß. War für mich das erste und letzte von Ortheil. 2/5.
  • Ivar Leon Menger: Finster. Thriller, Onleihe. In einem kleinen Ort im Odenwald verschwindet 1986 ein Junge von der Kirmes – und er ist nicht der erste. Kommissar a.D. Stahl nimmt die Ermittlungen auf eigene Faust wieder auf, während der Leser ausführliche Einblicke in die Bosheit und Verkommenheit bekommt, die hinter den Häkelgardinen lauern. Mir wurde gesagt, ungefähr in der Mitte des Buchs hätte ich einen „krassen Plottwist“ zu erwarten, aber wieder einmal hatte ich so ab S. 50 richtig geraten und war daher nicht überrascht. Insgesamt war das kein Buch, das ich gern gelesen habe, weil alle Figuren irgendwie unangenehm waren, sogar die positiven Hauptfiguren mochte ich überhaupt nicht. 2/5.
  • Simon Winchester: Krakatau. Sachbuch, Bibliothek. Im August 1883 brach der Vulkan Krakatau aus und das Geräusch, das er dabei verursachte, gilt bis heute als das lauteste natürliche Geräusch aller Zeiten. Durch Ascheregen, herabregnende Gesteinsbrocken und Tsunamis tötete er rund 36.000 Menschen. Die Aschepartikel, die in bis zu 38 km Höhe geschleudert wurden, beeinflußten auf Jahre das Klima, die Landwirtschaft – und die Kunst. Zu den Folgen des Ausbruchs des Krakatau zählt auch die Hinwendung der Einwohner des heutigen Indonesiens zum Islam. Wie bisher jedes Buch, das ich von Winchester gelesen habe, überzeugt auch dieses Werk mit seinem Detailreichtum und seiner hervorragenden Lesbarkeit. 4/5.
  • Roisin Maguire: Mitternachtsschwimmer. Roman, aus der Bibliothek. Im Buchclub gelesen. Nach dem Tod seiner Tochter und dem Scheitern seiner Ehe braucht Evan eine Auszeit. Für eine Woche will er an der Irischen See in einem Cottage leben, doch dann beginnt der Lockdown und er kann nicht mehr weg. Seine Frau  bringt ihm etwas später auch noch ihren Sohn, den gehörlosen Luca vorbei, mit dem Evan ein sehr gespanntes Verhältnis hat. Mit Hilfe von Grace, seiner schrulligen Vermieterin, und anderen Leuten aus dem Dorf, schafft es Evan allmählich, sich wieder zu fangen. Hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn es einige Punkte gab, an denen ich mich gerieben habe. 4/5.
  • Jeffrey Archer: Die Stunde der Fälscher. Roman, etwa 1994 neu gekauft. Saddam Hussein läßt die amerikanische Unabhängigkeitserklärung stehlen und plant, diese ausgerechnet am 4. Juli vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu verbrennen. Das setzt diverse Geheimdienste in Gang, deren Mission es ist, das Dokument zu retten. Ich erinnere mich daran, daß mich das Buch als Teenie deutlich mehr beeindruckt hat als heute 🙂 Beim jetzigen Lesen kam mir das Buch ca. 100-150 Seiten zu lang vor und leider sehr vorhersehbar, aber als Teenie hatte ich eben auch noch nicht so viele Bücher gelesen wie heute. 3/5.
  • Alex Rogers: Das große, tiefe Blau. Sachbuch, Bibliothek. Der englische Meeresbiologe Rogers erforscht seit den 1990ern die Weltmeere und richtet sein Augenmerk dabei vor allem auf die Tiefsee. Gerade an den Hydrothermalquellen hat sich im Laufe der Jahrmillionen eine empfindliche Flora und Fauna angesiedelt, die durch das Vorhaben, seltene Metalle in diesen Bereichen zu fördern, bedroht wird. Rogers schildert unterhaltsam und informativ, welche Entdeckungen er im Laufe seiner Karriere gemacht hat und wie er sich auf politischer Ebene für die Meere einsetzt. Am Ende des Buchs faßt er zusammen, was jeder von uns zum Schutz der Ozeane beitragen kann. Tolles Buch! 4,5/5.

Buchclubs – ein erstes Resümee

Seit letztem Jahr bin ich Mitglied in zwei privat organisierten und daher kostenfreien Buchclubs. Die Idee bei beiden ist, daß alle aus der Gruppe (in alphabetischer Reihenfolge) nacheinander ein Buch aussuchen, das gemeinsam gelesen und diskutiert wird. Diese Idee gefiel und gefällt mir sehr und gab den Ausschlag dafür, daß ich beigetreten bin. Jetzt, nach ungefähr einem halben Jahr und einigen gemeinsamen Leserunden, will ich ein erstes Resümee ziehen.

Vor Beginn der ersten gemeinsamen Leserunden dachte ich, daß das Hauptproblem auf Dauer wahrscheinlich darin bestehen dürfte, daß nach und nach niemand mehr mitliest, die Diskussionen daher nicht stattfinden und sich die Clubs dann auflösen. Bei meiner einen Buchgruppe lief es tatsächlich so ab. In der ersten Leserunde haben 100% der Teilnehmer aktiv mitdiskutiert, in der zweiten waren es nur noch 75%. In der dritten Leserunde wurde es dann ganz schräg, denn obwohl immerhin 75% der Teilnehmer mit dem Buch anfingen, haben nur 25% das Buch tatsächlich auch beendet. Was sich hier in Prozentzahlen gar nicht so übel liest, war in der Realität allerdings sehr frustrierend, denn diese Gruppe bestand aus nur vier Teilnehmern. Anders gesagt: ich habe zwar die beiden Bücher gelesen und aktiv diskutiert, die zwei Personen vor mir ausgesucht haben, aber das Buch, das ich ausgesucht habe, wurde von nur drei Leuten (incl. mir selbst) begonnen und dann ausschließlich von mir selbst beendet – und natürlich nicht diskutiert. Damit war für mich klar, daß diese Gruppe für mich nicht tragfähig ist und seither herrscht dort auch Schweigen im Walde. Ich fand dieses Verhalten schon echt asozial, im Wortsinn.

Mein zweiter Buchclub ist aktiver, wirft aber ganz andere Probleme auf. Für mich war beim Beitritt klar, daß ich in dieser Gruppe Bücher lesen würde, die ich mir niemals selbst für mich ausgesucht hätte, da ich die anderen Teilnehmer schon im Vorfeld kannte und wußte, daß wir ganz unterschiedliche Dinge mögen. Für mich war aber auch klar, daß die Mitgliedschaft in einem Buchclub beinhaltet, daß man sich aus seiner Komfortzone hinausbewegt und sich auf Bücher einläßt, die einem ggf. nicht gefallen könnten. So habe ich im letzten Herbst einen superschnulzigen Liebesroman gelesen und auch diskutiert, von dem ich im Normalfall nicht einmal den Klappentext gelesen hätte. Man könnte natürlich argumentieren, daß das verschwendete Lesezeit/Lebenszeit ist, aber ich denke, sich auf etwas Neues einzulassen und der Austausch im Buchclub sind dann eben die Benefits, die man dafür kriegt. Nach dem Liebesroman wurden aber weiterhin Bücher ausgesucht, die ich für mich gar nicht in Betracht gezogen hätte, meist Liebes-, Frauen- oder Romantasybücher. Ich habe dann teilweise pausiert, weil ich so viel geballten Schnulz dann einfach doch nicht ertrage. Was ja auch okay ist.

Kürzlich haben wir dann ein Buch gelesen, in dem geschildert wird, daß eine Figur etwas sehr Unmoralisches tut (Mordversuch an der kleinen Schwester). Das war das erste Mal, daß wir in diesem Buchclub an eine Stelle gekommen sind, wo sich meiner Ansicht nach eine echte Diskussion hätte entwickeln können. Denn sorry, darüber, als wie süüüüüß ein Typ in einem Romantasyroman geschildert wird, kann sich keine fruchtbare Diskussion entwickeln. Ich war richtig Feuer und Flamme und habe meine Ansicht dargelegt und meine Beurteilung dieser Figur auch dezidiert begründet. Die Reaktion war für mich fürchterlich enttäuschend. Die meisten schwiegen dazu oder vertagten ihre Reaktion auf später, wohl um zu schauen, was die anderen in der Gruppe schreiben würden. Manche schrieben auch klar, daß ihnen das zu heftig sei und daß sie in einem Buch immer ein Happy End brauchen.

Jetzt überlege ich, inwiefern es für mich sinnvoll ist, in dieser Gruppe weiterzulesen. Ich muß davon ausgehen, daß auch in Zukunft vermehrt Schnulzen mit Happy End ausgewählt werden und daß weiterhin keine tiefschürfende Diskussionen geführt werden werden. Wäre es da nicht sinnvoller, meine Lesezeit auf selbst ausgewählte Bücher meiner ewigen Leselisten zu verwenden? Andererseits brenne ich nach wie vor für die Idee eines Buchclubs. Nur scheint sich die Idee ja nicht zu verwirklichen.

Schwierig.

Mein Fazit nach rund sechs Monaten in zwei Buchclubs? Könnte cool sein, kommt aber auf die Zusammensetzung und die Bereitschaft der Gruppe an, sich einzulassen und in die Tiefe zu gehen. Ich persönlich brauche keine Gruppe, um mich zum Lesen zu motivieren, und bin eher enttäuscht, wenn sich Gruppenaktivitäten darauf beschränken, mitzuteilen, auf welcher Seite man gerade ist.

Speiseplan #481

  • Montag: Pasta mit Pilzbolognese, dazu Salat
  • Dienstag: Tofu Kung Pao und Salat
  • Mittwoch: Zucchiniquiche mit Feta
  • Donnerstag: Thaisalat mit Tofu
  • Freitag und Samstag: Bohneneintopf
  • Sonntag: Kohlrabi-Hühnchen-Pfanne

Speiseplan #480

  • Montag: Szechuan Spaghetti und Salat
  • Dienstag: Frikadellengratin und Salat
  • Mittwoch und Donnerstag: Currysuppe und Salat
  • Freitag: indischer Salat mit Hühnchen und Linsen
  • Samstag: gebackener Spitzkohl, Thai Style, und Salat
  • Sonntag: Erbsencurry und Salat

Speiseplan #479

  • Montag: Pasta mit Pesto und Grillgemüse, dazu Salat
  • Dienstag: Auberginen-Bohnen-Tomaten-Stew, dazu Salat
  • Mittwoch: Ofenwirsing in Tomatensauce, dazu Salat
  • Donnerstag: Blumenkohlpüree und Würstchen, dazu Salat
  • Freitag: Bohnen mit Fleischwurst und Speck, dazu Salat
  • Samstag und Sonntag: Sellerielasagne, dazu Salat

Gelesene Bücher im Januar 2026

  • Emma Heming Willis: Eine ganz besondere Reise. Sachbuch, Bibliothek. Die Frau von Bruce Willis schreibt in diesem sehr persönlichen Buch über die Demenzerkrankung ihres Mannes, vor allem aber darüber, wie man sich Pflege so organisieren kann, daß man als Pflegender nicht daran zerbricht. Hat mir gut gefallen. 4/5.
  • Michael Robotham: Bis Du stirbst. O’Loughlin-Ruiz-Reihe, Teil 7. Thriller, Onleihe. Sami hat gerade drei Jahre für einen spektakulären Raub abgesessen, den er gar nicht begangen hat. Kaum, daß er auf freiem Fuß ist, wollen zwei hochrangige Gansterbosse, daß er einen Safe für sie knackt, was er jedoch gar nicht kann. Die Entwicklungen, die dadurch angestoßen werden, führen dazu, daß Sami später am Tag als Bombenleger und Geiselnehmer gesucht wird… In diesem Buch kam viel zu wenig Ruiz und gar kein O’Loughlin vor, war für mich daher eher etwas schwach. 3/5.
  • Per Petterson: Pferde stehlen. Roman, gebraucht gekauft und in einem Buchclub gelesen. Mit 67 Jahren zieht Trond in Ostnorwegen in eine einsam gelegene Hütte, nachdem er seine Frau verloren hat. Dort trifft er auf einen Mann, den er aus seiner Jugend kennt und mit dessen Familie ihn tragische Umstände verbinden. Er erinnert sich an die Zeit damals und hackt eine Menge Holz. Ein extrem ruhiges Buch, dessen Sinn sich mir nicht erschließt. 1/5.
  • Douglas Preston & Lincoln Child: Attack – unsichtbarer Feind. Agent Pendergast 13. Thriller, gebraucht gekauft. Ich habe jetzt ungefähr ein Jahr eine Pendergast-Pause gebraucht, nachdem ich den Nazi-Schwachsinn von Band 12 so unerträglich fand. Jetzt konnte ich wieder mit frischem Elan in die Serie zurückkehren und wurde nicht enttäuscht. Corrie Swanson, die inzwischen am John Jay studiert, will eine Semesterarbeit über elf in den 1850ern in Roaring Fork ermordete Bergarbeiter schreiben. Angeblich wurden diese von einem Grizzly zerfleischt, doch ihre Nachforschungen ergeben bald, daß sie vielmehr von einer Gruppe von Kannibalen getötet wurden. Während Corrie in Roaring Fork ist, finden mehrere Brandstiftungen statt und sie wird bedroht. In was für ein Wespennest hat sie da bloß gestochen? Solider Thriller mit einem tollen Pendergast. 4/5.
  • David Guterson: Schnee, der auf Zedern fällt. Roman, gebraucht gekauft, sollte eigentlich in einem Buchclub gelesen werden, aber letztlich habe ich ihn allein gelesen. Stand seit den 90ern auf meiner ellenlangen Buchliste 🙂 1954 wird Kabuo Miyamoto, ein japanischstämmiger Amerikaner, der als Lachsfischer auf der Insel San Piedro im Pudget Sound arbeitet, angeklagt, den Fischer Carl Heine ermordet zu haben. Heine und er wollten dasselbe Land kaufen, um darauf eine Erdbeerfarm zu betreiben, und waren verbunden (oder getrennt) durch ihre Freundschaft in Kindertagen und ihre Kriegserfahrungen nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Ishmael, der als Jugendlicher eine Beziehung zu Kabuos Frau Hatsue hatte und diese immer noch liebt, beobachtet den Prozeß und muß sich fragen, ob er etwas, das er weiß, preisgeben soll oder nicht. Ein sehr stiller Roman, der auf mich aber einen gewissen Sog ausgeübt hat. Eigentlich das perfekte Buch für graue Januartage. 4/5.
  • Guido Barbujani: Wer wir waren – Die Geschichte der Menschheit in 15 Portraits. Sachbuch, Bibliothek. Barbujani  berichtet über die Geschichte der Menschheit, indem er sich 15 Individuen herauspickt und von ihnen erzählt, aber auch die Zusammenhänge zwischen ihnen herausarbeitet. So stellt die in Ostafrika gefundene Lucy (Alter: 3,3, Mio. Jahre) die erste „Person“ in dem Buch dar und Charles Darwin (Alter: 217 Jahre) die letzte. Wie genau sind die frühen Menschen gewandert, als sie aus Afrika fortgingen? Warum hat als einzige Homo-Art der Homo sapiens überlebt? Warum tragen wir einen Anteil Neandertaler- und Denisova-Gene in uns? All das und noch viel mehr erklärt Barbujani. Kurzweilig zu lesen, sehr informativ. 4/5.
  • Michael Connelly: Der Inselcop von L.A. – Detective Stilwells erster Fall. Roman, Bibliothek. Als erstes muß man sich fragen, wer sich den dämlichen Titel und das blöde Cover ausgedacht hat, denn im Original heißt das Buch „Nightshade“, was auch viel passender ist, und anders, als das Cover suggeriert, handelt es sich nicht um einen Cozy Crime Roman, sondern um einen typischen Connelly-Krimi. Detective Stilwell wurde nach Querelen mit einem Kollegen in L.A. auf die Insel Catalina versetzt. Dort wird nun eine junge Frau tot im Hafenbecken aufgefunden. Seine Ermittlungen führen ihn in einen exklusiven Yachtclub. Wie übliche bei Connelly sind aber auch noch andere Fälle mit dem Mord verwoben. Mich konnte Stilwell nicht recht überzeugen, und zwar deswegen, weil er Harry Bosch so ähnlich ist und auch wie er agiert (entgegen seiner Weisungen, gegen die Kollegen, aber immer als der gerechte Held) und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Das funktioniert schon für die Harry-Bosch-Fangemeinde, aber ich hätte mir da etwas mehr Pfiff und mehr Mut zu was Neuem gewünscht. 3/5.

Lesestatistik 2025

Ende 2024, einem Jahr, in dem ich mehr Bücher als je zuvor gelesen habe, hatte ich das Gefühl, ich müßte für 2025 die Lesemenge reduzieren, dafür aber die Qualität meiner ausgewählten Bücher wieder erhöhen. Natürlich lesen sich die meisten Romane schneller als Sachbücher, daher war klar, daß ich nicht wieder über 300 Bücher lesen würde. Tatsächlich waren es 2025 genau 100 Bücher bzw. 36.533 Seiten. Wieder waren meine Hauptquellen für Bücher die Bibliotheken in meiner Region und die Onleihe. Insgesamt habe ich dadurch 1666,33 € gespart 🙂

2025 habe ich nur zwei Bücher mit 5 Sternen bewertet:

  • Trent Dalton: Der Junge, der das Universum verschlag (Jahreshighlight!)
  • Dan Simmons: Terror

Trotzdem waren einige 4,5-Sterne-Bücher dabei und ich konnte auch ein paar Reihen, die ich seit vielen Jahren verfolge, weiterlesen (konkret: die Kate-Burkholder-Reihe, die Lincoln-Rhyme-Reihe, die O’Loughlin-Ruiz-Reihe und die Pendergast-Reihe).

Im Herbst bin ich zwei Buchclubs beigetreten, was dazu führt, daß ich mehr Bücher lese, die ich mir für mich selbst nie im Leben ausgesucht hätte. Obwohl ich das jetzt schon einige Monate mache, stehe ich dem immer noch zwiegespalten gegenüber, denn einerseits können Diskussionen über gemeinsam gelesene Bücher durchaus anregend und bereichernd sein, andererseits finde ich es aber auch manchmal lästig, Lesezeit für solche Bücher zu vergeuden. Was mich besonders nervt, ist, daß ich in einem Buchclub zwar alle Bücher, die die anderen vorgschlagen haben, komplett gelesen und diskutiert habe, selbst wenn sie mich genervt haben, daß mir diese Freundlichkeit mit dem einen Buch, das ich ausgesucht wurde, aber nicht zuteil wurde. Da bin ich gerade ein bißchen angepisst und weiß noch nicht, wie es da für mich weitergeht.

Insgesamt habe ich in diesem Jahr mal wieder festgestellt, daß ich Bücher nach sehr viel strengeren Kriterien beurteile als die meisten anderen. Bei mir würden ein Liebesroman, ein Tierarztkrimi oder ein typisches Frauenbuch nie im Leben 5 Sterne bekommen, weil mir die Themen dazu zu oberflächlich sind. Dazu kommt, daß ich viele Plots zu simpel gestrickt, viele Figuren zu durchschaubar und Sprache oftmals eindimensional finde. So kommt es auch, daß ich Bücher meiner Lieblingsreihen und -autoren auch oft immer nur durchschnittlich oder knapp besser bewerte. Es macht mir dann trotzdem Spaß, diese Bücher zu lesen, aber sie reißen mich auch nicht vom Hocker. Fünf Sterne gebe ich nur besonderen Büchern, und das will ich auch in Zukunft so beibehalten.

Mein Wunsch für das Lesejahr 2026 ist, mehr Bücher von meinen ellenlangen Listen und auch vom SUB zu lesen. Ich möchte meine Reihen weiterlesen, den Anteil von Sachbüchern ähnlich hoch halten und möglichst wenig Geld für Bücher ausgeben. Naja, und das mit den Buchclubs muß ich mir nochmal überlegen.

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