Gelesene Bücher im Februar 2026

  • Chloe Dalton: Hase und ich – die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung. Nature Writing, Bibliothek. Dalton lebt in einem Cottage in England. Während der Pandamie arbeitet sie von zuhause aus. Auf einem ihrer Spaziergänge findet sie einen jungen Feldhasen und nimmt ihn mit ins Haus. Sie schreibt von drei Jahren mit dem Hasen und seinen Nachkommen, über ihre Naturbeobachtungen, ihre Gedanken über Landwirtschaft und die Fülle der Natur. Ich weiß nicht, wieso, aber mich hat das Buch überhaupt nicht gepackt, weil alles so vorhersehbar war. 2/5.
  • Hanns-Josef Ortheil: Schwebebahnen. Roman, Bibliothek. Ende der 50er Jahre zieht Josef mit seinen Eltern von Köln nach Wuppertal, weil der autistische Junge noch einmal von vorn in der Schule anfangen soll. Mit seiner besten Freundin Mücke erlebt er Dinge, die wahrscheinlich für eine Kindheit in den 50ern recht normal waren, jedenfalls kenne ich sie so ähnlich aus den Erzählungen meiner Eltern. Daß Josef der Musik so zugetan ist, hat die Lektüre für mich etwas zäh gemacht, auch das Christentum mit seinen ganzen Auswüchsen war irgendwie befremdlich. Alles in allem ein langsames Buch, das man nicht gelesen haben muß. War für mich das erste und letzte von Ortheil. 2/5.
  • Ivar Leon Menger: Finster. Thriller, Onleihe. In einem kleinen Ort im Odenwald verschwindet 1986 ein Junge von der Kirmes – und er ist nicht der erste. Kommissar a.D. Stahl nimmt die Ermittlungen auf eigene Faust wieder auf, während der Leser ausführliche Einblicke in die Bosheit und Verkommenheit bekommt, die hinter den Häkelgardinen lauern. Mir wurde gesagt, ungefähr in der Mitte des Buchs hätte ich einen „krassen Plottwist“ zu erwarten, aber wieder einmal hatte ich so ab S. 50 richtig geraten und war daher nicht überrascht. Insgesamt war das kein Buch, das ich gern gelesen habe, weil alle Figuren irgendwie unangenehm waren, sogar die positiven Hauptfiguren mochte ich überhaupt nicht. 2/5.
  • Simon Winchester: Krakatau. Sachbuch, Bibliothek. Im August 1883 brach der Vulkan Krakatau aus und das Geräusch, das er dabei verursachte, gilt bis heute als das lauteste natürliche Geräusch aller Zeiten. Durch Ascheregen, herabregnende Gesteinsbrocken und Tsunamis tötete er rund 36.000 Menschen. Die Aschepartikel, die in bis zu 38 km Höhe geschleudert wurden, beeinflußten auf Jahre das Klima, die Landwirtschaft – und die Kunst. Zu den Folgen des Ausbruchs des Krakatau zählt auch die Hinwendung der Einwohner des heutigen Indonesiens zum Islam. Wie bisher jedes Buch, das ich von Winchester gelesen habe, überzeugt auch dieses Werk mit seinem Detailreichtum und seiner hervorragenden Lesbarkeit. 4/5.
  • Roisin Maguire: Mitternachtsschwimmer. Roman, aus der Bibliothek. Im Buchclub gelesen. Nach dem Tod seiner Tochter und dem Scheitern seiner Ehe braucht Evan eine Auszeit. Für eine Woche will er an der Irischen See in einem Cottage leben, doch dann beginnt der Lockdown und er kann nicht mehr weg. Seine Frau  bringt ihm etwas später auch noch ihren Sohn, den gehörlosen Luca vorbei, mit dem Evan ein sehr gespanntes Verhältnis hat. Mit Hilfe von Grace, seiner schrulligen Vermieterin, und anderen Leuten aus dem Dorf, schafft es Evan allmählich, sich wieder zu fangen. Hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn es einige Punkte gab, an denen ich mich gerieben habe. 4/5.
  • Jeffrey Archer: Die Stunde der Fälscher. Roman, etwa 1994 neu gekauft. Saddam Hussein läßt die amerikanische Unabhängigkeitserklärung stehlen und plant, diese ausgerechnet am 4. Juli vor den Augen der Weltöffentlichkeit zu verbrennen. Das setzt diverse Geheimdienste in Gang, deren Mission es ist, das Dokument zu retten. Ich erinnere mich daran, daß mich das Buch als Teenie deutlich mehr beeindruckt hat als heute 🙂 Beim jetzigen Lesen kam mir das Buch ca. 100-150 Seiten zu lang vor und leider sehr vorhersehbar, aber als Teenie hatte ich eben auch noch nicht so viele Bücher gelesen wie heute. 3/5.
  • Alex Rogers: Das große, tiefe Blau. Sachbuch, Bibliothek. Der englische Meeresbiologe Rogers erforscht seit den 1990ern die Weltmeere und richtet sein Augenmerk dabei vor allem auf die Tiefsee. Gerade an den Hydrothermalquellen hat sich im Laufe der Jahrmillionen eine empfindliche Flora und Fauna angesiedelt, die durch das Vorhaben, seltene Metalle in diesen Bereichen zu fördern, bedroht wird. Rogers schildert unterhaltsam und informativ, welche Entdeckungen er im Laufe seiner Karriere gemacht hat und wie er sich auf politischer Ebene für die Meere einsetzt. Am Ende des Buchs faßt er zusammen, was jeder von uns zum Schutz der Ozeane beitragen kann. Tolles Buch! 4,5/5.

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