- Emma Heming Willis: Eine ganz besondere Reise. Sachbuch, Bibliothek. Die Frau von Bruce Willis schreibt in diesem sehr persönlichen Buch über die Demenzerkrankung ihres Mannes, vor allem aber darüber, wie man sich Pflege so organisieren kann, daß man als Pflegender nicht daran zerbricht. Hat mir gut gefallen. 4/5.
- Michael Robotham: Bis Du stirbst. O’Loughlin-Ruiz-Reihe, Teil 7. Thriller, Onleihe. Sami hat gerade drei Jahre für einen spektakulären Raub abgesessen, den er gar nicht begangen hat. Kaum, daß er auf freiem Fuß ist, wollen zwei hochrangige Gansterbosse, daß er einen Safe für sie knackt, was er jedoch gar nicht kann. Die Entwicklungen, die dadurch angestoßen werden, führen dazu, daß Sami später am Tag als Bombenleger und Geiselnehmer gesucht wird… In diesem Buch kam viel zu wenig Ruiz und gar kein O’Loughlin vor, war für mich daher eher etwas schwach. 3/5.
- Per Petterson: Pferde stehlen. Roman, gebraucht gekauft und in einem Buchclub gelesen. Mit 67 Jahren zieht Trond in Ostnorwegen in eine einsam gelegene Hütte, nachdem er seine Frau verloren hat. Dort trifft er auf einen Mann, den er aus seiner Jugend kennt und mit dessen Familie ihn tragische Umstände verbinden. Er erinnert sich an die Zeit damals und hackt eine Menge Holz. Ein extrem ruhiges Buch, dessen Sinn sich mir nicht erschließt. 1/5.
- Douglas Preston & Lincoln Child: Attack – unsichtbarer Feind. Agent Pendergast 13. Thriller, gebraucht gekauft. Ich habe jetzt ungefähr ein Jahr eine Pendergast-Pause gebraucht, nachdem ich den Nazi-Schwachsinn von Band 12 so unerträglich fand. Jetzt konnte ich wieder mit frischem Elan in die Serie zurückkehren und wurde nicht enttäuscht. Corrie Swanson, die inzwischen am John Jay studiert, will eine Semesterarbeit über elf in den 1850ern in Roaring Fork ermordete Bergarbeiter schreiben. Angeblich wurden diese von einem Grizzly zerfleischt, doch ihre Nachforschungen ergeben bald, daß sie vielmehr von einer Gruppe von Kannibalen getötet wurden. Während Corrie in Roaring Fork ist, finden mehrere Brandstiftungen statt und sie wird bedroht. In was für ein Wespennest hat sie da bloß gestochen? Solider Thriller mit einem tollen Pendergast. 4/5.
- David Guterson: Schnee, der auf Zedern fällt. Roman, gebraucht gekauft, sollte eigentlich in einem Buchclub gelesen werden, aber letztlich habe ich ihn allein gelesen. Stand seit den 90ern auf meiner ellenlangen Buchliste 🙂 1954 wird Kabuo Miyamoto, ein japanischstämmiger Amerikaner, der als Lachsfischer auf der Insel San Piedro im Pudget Sound arbeitet, angeklagt, den Fischer Carl Heine ermordet zu haben. Heine und er wollten dasselbe Land kaufen, um darauf eine Erdbeerfarm zu betreiben, und waren verbunden (oder getrennt) durch ihre Freundschaft in Kindertagen und ihre Kriegserfahrungen nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Ishmael, der als Jugendlicher eine Beziehung zu Kabuos Frau Hatsue hatte und diese immer noch liebt, beobachtet den Prozeß und muß sich fragen, ob er etwas, das er weiß, preisgeben soll oder nicht. Ein sehr stiller Roman, der auf mich aber einen gewissen Sog ausgeübt hat. Eigentlich das perfekte Buch für graue Januartage. 4/5.
- Guido Barbujani: Wer wir waren – Die Geschichte der Menschheit in 15 Portraits. Sachbuch, Bibliothek. Barbujani berichtet über die Geschichte der Menschheit, indem er sich 15 Individuen herauspickt und von ihnen erzählt, aber auch die Zusammenhänge zwischen ihnen herausarbeitet. So stellt die in Ostafrika gefundene Lucy (Alter: 3,3, Mio. Jahre) die erste „Person“ in dem Buch dar und Charles Darwin (Alter: 217 Jahre) die letzte. Wie genau sind die frühen Menschen gewandert, als sie aus Afrika fortgingen? Warum hat als einzige Homo-Art der Homo sapiens überlebt? Warum tragen wir einen Anteil Neandertaler- und Denisova-Gene in uns? All das und noch viel mehr erklärt Barbujani. Kurzweilig zu lesen, sehr informativ. 4/5.
- Michael Connelly: Der Inselcop von L.A. – Detective Stilwells erster Fall. Roman, Bibliothek. Als erstes muß man sich fragen, wer sich den dämlichen Titel und das blöde Cover ausgedacht hat, denn im Original heißt das Buch „Nightshade“, was auch viel passender ist, und anders, als das Cover suggeriert, handelt es sich nicht um einen Cozy Crime Roman, sondern um einen typischen Connelly-Krimi. Detective Stilwell wurde nach Querelen mit einem Kollegen in L.A. auf die Insel Catalina versetzt. Dort wird nun eine junge Frau tot im Hafenbecken aufgefunden. Seine Ermittlungen führen ihn in einen exklusiven Yachtclub. Wie übliche bei Connelly sind aber auch noch andere Fälle mit dem Mord verwoben. Mich konnte Stilwell nicht recht überzeugen, und zwar deswegen, weil er Harry Bosch so ähnlich ist und auch wie er agiert (entgegen seiner Weisungen, gegen die Kollegen, aber immer als der gerechte Held) und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Das funktioniert schon für die Harry-Bosch-Fangemeinde, aber ich hätte mir da etwas mehr Pfiff und mehr Mut zu was Neuem gewünscht. 3/5.