Ende 2024, einem Jahr, in dem ich mehr Bücher als je zuvor gelesen habe, hatte ich das Gefühl, ich müßte für 2025 die Lesemenge reduzieren, dafür aber die Qualität meiner ausgewählten Bücher wieder erhöhen. Natürlich lesen sich die meisten Romane schneller als Sachbücher, daher war klar, daß ich nicht wieder über 300 Bücher lesen würde. Tatsächlich waren es 2025 genau 100 Bücher bzw. 36.533 Seiten. Wieder waren meine Hauptquellen für Bücher die Bibliotheken in meiner Region und die Onleihe. Insgesamt habe ich dadurch 1666,33 € gespart 🙂
2025 habe ich nur zwei Bücher mit 5 Sternen bewertet:
- Trent Dalton: Der Junge, der das Universum verschlag (Jahreshighlight!)
- Dan Simmons: Terror
Trotzdem waren einige 4,5-Sterne-Bücher dabei und ich konnte auch ein paar Reihen, die ich seit vielen Jahren verfolge, weiterlesen (konkret: die Kate-Burkholder-Reihe, die Lincoln-Rhyme-Reihe, die O’Loughlin-Ruiz-Reihe und die Pendergast-Reihe).
Im Herbst bin ich zwei Buchclubs beigetreten, was dazu führt, daß ich mehr Bücher lese, die ich mir für mich selbst nie im Leben ausgesucht hätte. Obwohl ich das jetzt schon einige Monate mache, stehe ich dem immer noch zwiegespalten gegenüber, denn einerseits können Diskussionen über gemeinsam gelesene Bücher durchaus anregend und bereichernd sein, andererseits finde ich es aber auch manchmal lästig, Lesezeit für solche Bücher zu vergeuden. Was mich besonders nervt, ist, daß ich in einem Buchclub zwar alle Bücher, die die anderen vorgschlagen haben, komplett gelesen und diskutiert habe, selbst wenn sie mich genervt haben, daß mir diese Freundlichkeit mit dem einen Buch, das ich ausgesucht wurde, aber nicht zuteil wurde. Da bin ich gerade ein bißchen angepisst und weiß noch nicht, wie es da für mich weitergeht.
Insgesamt habe ich in diesem Jahr mal wieder festgestellt, daß ich Bücher nach sehr viel strengeren Kriterien beurteile als die meisten anderen. Bei mir würden ein Liebesroman, ein Tierarztkrimi oder ein typisches Frauenbuch nie im Leben 5 Sterne bekommen, weil mir die Themen dazu zu oberflächlich sind. Dazu kommt, daß ich viele Plots zu simpel gestrickt, viele Figuren zu durchschaubar und Sprache oftmals eindimensional finde. So kommt es auch, daß ich Bücher meiner Lieblingsreihen und -autoren auch oft immer nur durchschnittlich oder knapp besser bewerte. Es macht mir dann trotzdem Spaß, diese Bücher zu lesen, aber sie reißen mich auch nicht vom Hocker. Fünf Sterne gebe ich nur besonderen Büchern, und das will ich auch in Zukunft so beibehalten.
Mein Wunsch für das Lesejahr 2026 ist, mehr Bücher von meinen ellenlangen Listen und auch vom SUB zu lesen. Ich möchte meine Reihen weiterlesen, den Anteil von Sachbüchern ähnlich hoch halten und möglichst wenig Geld für Bücher ausgeben. Naja, und das mit den Buchclubs muß ich mir nochmal überlegen.