Speiseplan #490

  • Montag: Rahmporree und Pilzomelette, dazu Salat
  • Dienstag: Pasta mit Tomatensauce und Grillgemüse, dazu Salat
  • Mittwoch: Blumenkohl, Hollandaise und Leberkäse, dazu Salat
  • Donnerstag: Burrito Bowl
  • Freitag: gefüllte Zucchini mit Tomaten und Mozzarella, dazu Salat
  • Samstag: Bohnen mit Fleischwurst und Speck, dazu Salat
  • Sonntag: Erbsencurry, dazu Salat

Buchclubs – abschließende Gedanken

Nach meiner Enttäuschung mit meinem ersten Buchclub hatte ich beschlossen, dem zweiten Buchclub noch eine Chance zu geben. Wir hatten mittlerweile neun Bücher gemeinsam gelesen (meist seichten Kram), als ich mein Buch aussuchen durfte. Ich wählte „Der Club Dumas“ von Arturo Pérez-Reverte. Zum einen stand das Buch schon lange auf meiner Leseliste, zum anderen wählte ich es auch deswegen aus, weil es versprach, eine Menge Diskussionsstoff zu bieten.

In der zweiten Gruppe sind wir acht Leute. Drei sagten direkt, daß sie das Buch nicht mitlesen würden, also wären wir zu fünft gewesen. Eine Teilnehmerin gab zweimal Laut, daß sie angefangen hätte, das Buch zu lesen. Eine andere las ungefähr bis Kapitel 3, schwieg danach. Der Rest sagte gar nichts dazu und ich weiß nicht einmal, ob sie angefangen haben, das Buch zu lesen. Bei der vereinbarten Lesegeschwindigkeit hatte ich mich komplett rausgehalten und die anderen hatten angegeben, ihnen sei ein Kapitel pro Tag recht. Nach einer Woche bestand die Diskussion zu dem Buch eigentlich nur darin, daß ich meine Gedanken zu den jeweils gelesenen Kapiteln in der Gruppe postete und darauf meist keine Reaktion erhielt. Während ich Kapitel 8 las, fragte ich mich, wozu ich mir das eigentlich antue. Ich lese normalerweise schneller, hatte mich aber gebremst, um bei einer Diskussion alles frisch im Kopf zu haben, nur daß diese eben nicht stattfand. Das Ganze entpuppte sich also als völlig witzlos, so daß ich entschied, die Leserunde abzubrechen. Nun kann ich das Buch in meinem Tempo beenden und ich gehe davon aus, daß ich kein Gegenüber brauche, um es zu ergründen.

Für mich ist damit die Sache mit den Buchclubs endgültig gestorben, was ich schade finde. Ich glaube nach wie vor, daß es viel Freude machen kann, sich über gemeinsam gelesene Bücher auszutauschen, insbesondere dann, wenn man sich darüber einig ist, daß man tief eintauchen möchte, z.B. durch zusätzliche Recherche, weiterführende Literatur und Diskussionen. Ich hätte es auch schön gefunden, zum Abschluß noch die Verfilmung des Buchs zu gucken und zu besprechen, und wäre auch offen gewesen für andere Aktionen, vielleicht Kunstprojekte, das Ausprobieren bestimmter Speisen/Getränke, die in Verbindung zu einem Buch stehen, oder ähnliches. Ich denke, man könnte da sehr kreativ werden und aus so einem Buchclub eine coole gemeinsame Erfahrung machen.

Mir drängt sich aber der Eindruck auf, daß es mit Buchclubs ähnlich ist wie mit anderen Subscriptions auch: viele Leute brauchen einen „Vortänzer“, der Dinge an ihrer Stelle macht, damit sie sie nicht machen müssen, sich aber einreden können, sie würden quasi daran teilhaben. Das ist auch etwas, das ich in Kunstkursen oder sogar bei vielen YouTube-Kanälen sehe und halt einfach nicht mein Ding. Ich bin proaktiv, aber ein Buchclub erfordert das eigentlich nicht, insbesondere wenn dort vor allem Unterhaltungsromane mit wenig Tiefgang gelesen werden, bei denen es genügt, sich gegenseitig zu versichern, wie süß der Protagonist ist oder wie knuffig die weibliche Hauptfigur. Klar, nicht jeder ist auf Tiefgang aus, und es ist völlig legitim, sich von einem Buch einfach berieseln zu lassen. Traurig wird das Ganze jedoch, wenn man eigentlich bei der Gründung des Buchclubs abgemacht hat, daß man auch Klassiker oder das lesen wird, was als Literatur gilt.

Das stramme Schweigen in meiner Gruppe hat mich verletzt, insbesondere auch nach der Erfahrung in meiner ersten Buchgruppe. Für den Moment bin ich damit jetzt erstmal durch, könnte mir aber vorstellen, daß ein Buchclub mit den passenden Menschen bereichernd sein kann. Bis dahin ist meine Lesewunschliste zum Glück quasi unendlich lang. Ohne die Mitgliedschaft in einem Buchclub bleibt nun mehr Zeit und Energie für eigene Bücher – das bleibt unterm Strich als positiv stehen.

Speiseplan #489

  • Montag und Dienstag: Disco Stew und Salat
  • Mittwoch: Pilzbolognese, dazu Salat
  • Donnerstag: Fischstäbchen, Blumenkohlpüree und Erbsen, dazu Salat
  • Freitag: Thaisalat mit Tofu
  • Samstag: Chop Suey mit Hühnchen, dazu Salat
  • Sonntag: Spinat, Leberkäse und Spiegelei, dazu Salat

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