Gelesene Bücher im November 2025

  • Maryanne Wolf: Das lesende Gehirn – Wie der Mensch zum Lesen kam und was es in unseren Köpfen bewirkt. Sachbuch, Bibliothek. Wolf erklärt, welche Prozesse in der menschlichen Entwicklung nötig waren, damit Menschen überhaupt die Fähigkeit des Lesens entwickeln konnten, und welche Hirnbereiche dafür aktiviert werden müssen. Sie weist gleichermaßen auf Schwierigkeiten beim Lesenlernen hin und gibt Hinweise, wie man Kindern den Einstieg ins Lernen erleichtern kann. Sehr interessantes Buch, allerdings gefiel mir persönlich „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ weitaus besser, daher 4/5.
  • Dan Brown: The Secret Of Secrets. Roman, Bibliothek. Robert Langdon und seine Partnerin Katherine Solomon sind in Prag, wo Katherine einen Vortrag über ihre Forschung im Bereich der Noetik halten soll. Zeitgleich soll ihr Buch veröffentlicht werden, in dem sie ihre Forschungsergebnisse zum Bewußtsein des Menschen darlegt. In gewohnter Manier überschlagen sich dann die Ereignisse: eine namhafte Forscherin wird ermordet, ein Leutnant des tschechischen Geheimdienstes hält Langdon für den Mörder seines Vorgesetzten und Onkels, es gibt eine Figur, die quasi bis zum Schluß im Dunkeln bleibt. Das Problem ist, daß diese Elemente, die in vorangegangenen Langdon-Roman funktioniert haben, hier langweilig und belanglos wirken. Es gibt ellenlange Rückblicke, riesige Logikfehler, totlangweilige Erklärungen, keine wirklich überraschenden Wendungen und hier und da fällt eine interessante Figur einfach mal weg. Das „Geheimnis der Geheimnisse“ ist banaler Esoterikschwurbel und es nervt fürchterlich, daß Langdon und Solomon ständig als die tollsten und klügsten Wissenschaftler aller Zeiten gepriesen werden, dabei aber furchtbar langsam denken. Ich selbst hatte die Lösung bereits nach der Hälfte des Buchs raus und bin mit ihr sehr unzufrieden. Alles in allem: total öde, verschwendete Lebenszeit. Wenn ich einen Langdon lese, dann erwarte ich eine spannende Schnitzeljagd, Rätsel, interessante Orte – und keinen in die Länge gezogenen Technothriller. Sowas habe ich schon von Selfpublishern gelesen, in ähnlicher „Qualität“. Überdies einfach mal 400 Seiten zu lang. Gähn! 1,5/5.
  • Wallis Kinney: A Dark And Secret Magic. Roman, gekauft. Kate ist eine Hedgewitch und hat sich ein gemütliches Leben in ihrem Cottage eingerichtet. Eines Tages bekommt sie Besuch von Matthew, einem sexy Necromancer, der mehr zu wissen scheint, als er zu sagen bereit ist. Kate, die das alljährliche Coven-Treffen zu Samhain ausrichten soll, hat jedoch alle Hände voll mit den Vorbereitungen für das Fest zu tun, gestört durch das Wiederauftauchen des Grimoires ihrer Mutter, auf dem ein dunkler Fluch liegt, und durch die Kontaktversuche des „King Below“. Ein echt stimmungsvoller Roman, dessen Logik für mich nicht immer so ganz stringent war, aber für 0,99 € auf jeden Fall eine gemütliche Herbstlektüre. 3,5/5.
  • Caroline Wahl: Windstärke 17. Roman, gebraucht gekauft und in einer Buchgruppe gelesen. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter flüchtet Ida völlig planlos nach Rügen. Sie hat das Glück, von Knut und Marianne aufgenommen und von vorn bis hinten betüddelt zu werden, während sie sich denkbar blöd verhält und sich mit einem Mann einläßt, der sein eigenes Leben offenbar auch nicht auf die Kette kriegt. Marianne ist aber auch krank und Ida muß sich damit auseinandersetzen, wie sie damit umgehen will, und ob sie bleiben oder wieder weglaufen will. Ich hätte mir das Buch für mich selbst nicht ausgesucht, weil es eigentlich alles hatte, was ich befürchtet habe, incl. einer kindlichen Schreibweise, die mich an jungen Autoren so abnervt. Ich reagiere einfach allergisch darauf, wenn junge Frauen wie achtjährige Grundschülerinnen klingen und denken. 2/5.
  • Peter Mohlin und Peter Nyström: Der stille Vogel. John-Adderley-Reihe 3. Thriller, Onleihe. In einem Fischadlernest wird der Knochen eines Kindes gefunden – sollte man endlich auf eine Spur zu den vor über 30 Jahren verschwundenen Zwillingen gefunden haben? Nicht nur der Knochen, sondern auch ein lange verschollener Mann aus der Arbeitersiedlung bringen das betuliche Leben der Familie Hammarström durcheinander, und dann ist da noch Ariya, eine Irakerin, die auf der Flucht vor der Auslieferungsbehörde ist… Bißchen wirr und mir gefällt es nicht, wenn Autoren ihre Handlungen durch Drogen und Erinnerungslücken zu verschleiern versuchen, aber alles in allem ein solider Thriller. 3/5.
  • Ewald Arenz: Alte Sorten. Roman, Onleihe. Die 17jährige Sally flüchtet aus einer Klinik und landet bei der viel älteren Liss, einer Bäuerin mit eigenem Hof. Die beiden Frauen verbindet mehr, als sie selbst zunächst ahnen, und zwischen ihnen entwickelt sich zwischen alltäglichen Handlungen und Arbeiten auf dem Hof eine tiefe Freundschaft. Dann jedoch finden Sallys Eltern sie und bringen sie nach Hause – wo sie eigentlich gar nicht sein will. Liss wird von den Vorkommnissen getriggert und muß sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Zum Glück ist Sally an ihrer Seite! Ein toller Herbstroman, still und stimmungsvoll. 4/5.
  • Peter Ackroyd: The Themse. Sachbuch, Bibliothek. Ackroyd geht, wie so oft in dieserlei Büchern, der Themse von verschiedenen Seiten aus auf den Grund: er beschreibt ihren Verlauf, die Dörfer an ihren Ufern, historische Begebenheiten, die sich an oder auf ihr ereignet haben, die Menschen, die an und mit ihr ihr Geld verdienen, berühmte Künstler, denen sie als Inspiration diente, und vielerlei mehr. Unterhaltsam, aber keine leichte Lektüre. 4/5.
  • C.J. Tudor: Die Kolonie. Thriller/Fantasy, Onleihe. In einem kleinen Kaff in Alaska wird ein Junge von einem Vampir getötet – jedenfalls suggeriert ein Video, daß die Tat so ablief. Vampiranthropologin Barbara Atkins nimmt die Ermittlungen auf, schon bald behindert von diversen Grüppchen aus dem kleinen Städtchen, die alle ihre eigenen Anliegen haben. Das Vampirszenario hat sich erstaunlich gut in den ansonsten klassischen Ermittlerthriller eingereiht, aber die Auflösung blieb doch etwas unbefriedigend. 3,5-4/5.
  • Silvana Condemi und François Savatier: Denisova – die Entdeckung einer neuen Menschenart. Sachbuch, Bibliothek. Die beiden Autoren fassen den aktuellen Stand der Forschung zum Denisova-Menschen zusammen, der sich zeitlich parallel zum Neandertaler in Asien entwickelte. An sich ein interessantes Buch, ich fand es nur total wirr und langweilig geschrieben. 3,5/5.

Gelesene Bücher im Oktober 2025

  • George und Roberta Poinar: What Bugged The Dinosaurs? Sachbuch, Bibliothek. Wenn wir an die Dinosaurier denken, denken wir meistens nicht an die Insekten, die zur selben Zeit gelebt haben, obwohl viele Arten, die uns heute noch plagen, bereits die Dinosaurier gepiesakt haben. Mistkäfer, Schaben, Rüsselkäfer, Mücken, Würmer und andere gab es damals in größerer Vielfalt und in deutlich größerer Menge als heutzutage. Waren von Insekten übertragene Vektoren ein Problem für die Dinos? Konnten Dinos Malaria und Leishmaniose bekommen? Hatten Insekten einen Einfluß auf das Aussterben der Dinosaurier? Die Poinars schlüsseln auf, welche Beweise sie für ihre Theorien in Bernstein eingeschlossen gefunden haben, und geben eine dezidierte, aber doch unterhaltsame Darstellung der Insektenwelt zur Kreidezeit. 4/5.
  • Ralf H. Dorweiler: Der Herzschlag der Toten. Historischer Krimi, Onleihe. Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts: Johanna ist zwar die Tochter eines Richters, vertritt aber sozialistische Ideale. Darum unterrichtet sie Frauen, um ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Eines Tages jedoch erscheint eine „ihrer“ Frauen nicht zum Unterricht – sie wurde ermordet. Gemeinsam mit Comissar Hermann Rieker versucht Johanna, den Mörder zu entlarven. Letztlich war mir der Krimi etwas zu einfach gestrickt, daher nur 3/5.
  • Peter Mohlin und Peter Nyström: Die andere Schwester. John Adderley 2. Thriller, Onleihe. Zwei ungleiche Schwestern gründen eine Online-Datingagentur. Die eine ist die schöne Repräsentantin des Unternehmens, die andere, die von ihrer Schwester in ihrer Kindheit schwer verbrüht und damit entstellt wurde, ist das technische Mastermind. Die schöne Schwester wird eines Tages mit verätztem Gesicht und erstochen aufgefunden. Doch nicht nur dieser Mordfall beschäftigt John: Ganiru, der Drogenboss, dem er durch seinen Umzug nach Schweden entkommen wollte, hat ihn gefunden… Ich fand das Buch an vielen Stellen wirr und überkonstruiert. Leider gibt es in dieser Reihe keine einzige Figur, die man mag. 3/5.
  • Mark Maraun: Alles ist Ökologie. Sachbuch, geschenkt bekommen. Maraun zeigt auf, in welchen Lebensbereichen Ökologie eine Rolle spielt, und daß sie weit tiefer in unser Leben eingreift, als wir oft meinen. Er begründet eine ökologische Ethik, indem er darlegt, daß es echten Altruismus gar nicht gibt, postuliert aber, daß wir aus Selbsterhaltungstrieb alles für eine Stabilisierung der Umwelt und der politischen Situation tun sollten. Für mich war die Lektüre etwas zäh, denn zum einen wird eigentlich nur das Offensichtliche benannt, zum anderen wimmelt das kurze Bändchen leider vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern. 2/5.
  • Alain de Botton und John Armstrong: Wie Kunst Ihr Leben verändern kann. Sachbuch, Bibliothek. Die beiden Autoren gehen der Frage nach, wie Kunst es schaffen kann, unser Leben zu verändern, beispielsweise indem sie unseren Hunger nach Schönheit stillt, unser Denken für Neues öffnet, uns mit bisher Unbekanntem konfrontiert, und letztlich auch, indem sie uns daran erinnert, daß wir sterblich sind und daß es sich lohnt, Werte zu leben, hinter denen wir stehen und deren Erfüllung uns Stolz schenkt. Das Buch ist witzig geschrieben und ich habe an vielen Stellen lachen müssen; nichtsdestotrotz hilft es auch, Kunstwerke und künstlerisches Schaffen mit anderen Augen zu betrachten – und letztlich auch sich selbst mit ein bißchen mehr Nachsicht zu begegnen. 4/5.
  • Linda Castillo: Aschetod. Kate Burkholder 16. Krimi, Bibliothek. Eines Nachts wird ein exkommunizierter Amischer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Ermittlungen ergeben bald, daß Milan Swanz ein schwieriger, gewalttätiger Mensch war und es viele gibt, die seinen Tod nicht bedauern. Bald erfährt Kate von einer Schattenorganisation innerhalb der Amischen, den Schwertlern. Gibt es sie überhaupt und wenn ja, was genau tun sie? Solider Krimi, hat mich gut unterhalten. Nur das ewig gleiche Strickmuster ist etwas langweilig. 3,5/5.
  • Ken Follett: De brug naar de hemel. Kingsbridge-Saga 2. Roman, gekauft und mit meinem Mann zusammen gelesen. Ich fand die Geschichte an sich furchtbar langweilig, weil Follett immer wieder auf ganz stereotype Muster zurückgreift. 2/5.
  • Callan Wink: Bärenzähne. Roman, Onleihe. 4,5/5. Die Brüder Thad und Hazan leben in Montana von illegaler Bärejagd und dem Verkauf von Brennholz. Ihr Geschäftspartner, ein ominöser Schotte, schlägt ihnen vor, abgeworfene Geweihstangen im Yellowstone Nationnalpark zu stehlen. Da die beiden finanziell in arger Bedrängnis sind, willigen sie schließlich ein, doch auf der Diebestour verletzt sich Thad schwer. Nun muß sein Bruder Hazan die Verantwortung übernehmen. Eines Tages ist der Schotte plötzlich tot und Hazen ist fort. Wie soll Thad nun alles bewältigen? Und was hat es mit Hazens Bemerkung auf sich, daß er vielleicht noch etwas anderes im Yellowstone gefunden hat? Ein tolles Buch über die Verantwortung, die wir füreinander tragen, über Familiengeheimnisse und die rauhe Schönheit der Natur. 4,5/5.
  • Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie. Roman, gebraucht gekauft und in meinem Buchclub gelesen. USA, 50er bis 60er Jahre. Die Chemikerin Elizabeth Zott hat es schwer, denn als Frau in ihrem Beruf wird ihr kaum etwas zugetraut und sie hat schwer mit den Vorurteilen und dem Sexismus ihrer Kollegen und ihrer Vorgesetzten zu kämpfen. Da trifft sie Calvin Evans, seines Zeichens ebenfalls Chemiker, und die beiden verlieben sich innig. Kurze Zeit später jedoch stirbt Calvin. Nun muß die schwangere (aber unverheiratete) Elizabeth allein für sich und ihre Tochter sorgen. Auf diesem Weg kommt sie ans Fernsehen, wo sie eine Kochsendung moderiert, die aber eigentlich eine Sendung über Chemie ist. Das Buch fing superstark an und ließ dann leider stark nach. Vieles, was als vielleicht schrullig-liebenswertes Merkmal gedacht war, hat für mich nicht funktioniert. Leider nur 3/5.
  • Hampton Sides: The Wide Wide Sea – The Final, Fatal Adventure of Captain James Cook. Sachbuch, Bibliothek. Zwischen 1776 und 1780 waren zwei Schiffe, die HMW Resolution und die HMS Discovery, auf den Weltmeeren unterwegs. Kapitän dieser Reise war James Cook. Für ihn war es die dritte große Entdeckungstour – und leider auch seine letzte, denn er wurde 1779 auf Hawaii ermordet. Sides gelingt es, seinen heutigen Lesern das Mindset der Briten zu Cooks Zeiten zugänglich zu machen. Das Buch ist exzellent recherchiert, unterhaltsam geschrieben und bietet darüber hinaus Erklärungsansätze, die nachvollziehbar machen, warum Cook auf Hawaii erst als Gott verehrt und dann brutal ermordet wurde. Sehr interessant! 4,5/5.

Gelesene Bücher im September 2025

  • Vaclav Smil: Wie die Ernährung der Welt wirklich funktioniert. Sachbuch, Bibliothek. Wäre es möglich gewesen, daß die Menschheit so erfolgreich geworden wäre, wenn wir andere Pflanzen zu unseren Hauptnahrungsmitteln gemacht hätten anstatt diverser Getreidesorten? Ist es möglich, daß wir unseren Proteinbedarf bis 2030 tatsächlich größtenteils aus „Fleisch aus der Petrischale“ decken? Sind vegane Ernährung für alle und Biolandbau im großen Stil die Lösung? Diesen und weiteren Fragen geht Smil auf den Grund. Eigentlich sehr interessant, für mich aber mit Vorsicht zu genießen, wenn man bedenkt, daß Smils „größter Fan“ Bill Gates ist. 2,5/5.
  • Paula Hawkins: Die blaue Stunde. Roman, Bibliothek. Jahre nach ihrem Tod wird in einer Installation der Künstlerin Vanessa Chapman ein menschlicher Knochen entdeckt. Als der Kunsthistoriker Becker dem auf den Grund gehen will, muß er sich mit Chapmans ehemaliger Freundin Grace auseinandersetzen, die inzwischen allein auf Chapmans Insel lebt und ihren Nachlaß verwaltet. Mir hat insbesondere das Setting gut gefallen; die Auflösung war schlüssig. 4/5.
  • Liz Nugent: Kleine Grausamkeiten. Roman, Bibliothek. Die drei Brüder William, Brian und Luke wachsen mit einer psychisch kranken Mutter auf und wenigstens einer von ihnen ist ebenfalls psychisch krank. Das Buch erzählt ihre miteinander verwobenen Geschichten über mehrere Jahrzehnte hinweg. William ist erfolgreich als Filmproduzent, Luke als Sänger und später auch als Schauspieler, Brian versucht, sich so gut es geht über Wasser zu halten. Sie tun einander viel an und schaden dabei auch vielen anderen. Am Ende ist einer der Brüder tot – wer es ist und wie es dazu kam, erzählt das Buch. Interessant geschrieben und obwohl man keine echte Sympathie für überhaupt irgendeine Figur empfindet, liest man das Buch atemlos und gespannt. 4/5.
  • Bernhard Kegel: Ausgestorben, um zu bleiben – Dinosaurier und ihre Nachfahren. Sachbuch, Bibliothek. Kegel wirft einen Blick auf die Geschichte der Dinoforschung, auf neuere Erkenntnisse und auch auf die Popkultur, in der sie immer noch gegenwärtig sind. Er beschreibt dabei, wie sich unser Bild von ihnen im Laufe der Zeit durch neue Forschungsergebnisse gewandelt hat. Sehr interessant geschrieben. 4/5.
  • Peter Kohlin und Peter Nyström: Der andere Sohn. John Adderley 1. Thriller, Onleihe. Nachdem John Addderley als Fredrik Adamsson im Rahmen des Zeugenschutzprogramms vom FBI zur schwedischen Kripo gewechselt hat, befaßt er sich mit einem Fall, aus dem er sich eigentlich dringend heraushalten sollte: sein eigener Bruder steht seit zehn Jahren unter dem Verdacht, ein junges Mädchen, das obendrein Erbin eines Modeimperiums war, getötet zu haben. John gelingt es tatsächlich, den wahren Täter zu entlarven, aber der Preis, den er dafür zahlen muß, ist sehr hoch… Mich hat der Roman gut unterhalten, auch wenn mir spätestes nach einer spoilernden Bemerkung der Autoren klar war, wer der Täter sein muß. Sowas finde ich immer schade – vor allem so früh im Buch. 3,5/5.
  • Peter Godfrey-Smith: Der Krake, das Meer und die tiefen Ursprünge des Bewußtseins. Sachbuch, Bibliothek. Der Autor ist Philosoph und begeisterter Taucher. Als er von einem Ort erfährt, an dem sich das ganze Jahr über Kraken aufhalten, taucht er regelmäßig an dieser Stelle – etwas, das seine Arbeit an diesem Buch inspiriert hat. Er betrachtet die gemeinsamen Ursprünge von Krake und Mensch, die Verästelungen in unserem gemeinsamen Stammbaum, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unserer Physis, geht der Frage auf den Grund, woher das Bewußtsein stammt, was es ausmacht und inwiefern sich menschliches und krakisches Bewußtsein unterscheiden. Zuletzt betrachtet er die Frage, warum ein Wesen wie der Krake, das mit einem so komplexen Gehirn ausgestattet ist, nur ein oder zwei Jahre alt wird. Anspruchsvoll und interessant geschrieben. 4/5.
  • Amy Achterop: Tödliche Farben. Die Hausboot-Detektei 4. Roman, Onleihe. Bei einem Nachbarn der Detektivin Maddie sitzt ein Toter in einem gelben Rüschenkleid auf dem Sessel und es wurde ein Bild gestohlen. Natürlich übernimmt die Hausboot-Detektei den Fall! Das Ganze entpuppt sich allerdings bald als Schatzsuche der besonderen Art… Wie alle Bücher dieser Reihe liegt auch hier der Charme in der Truppe an sich, nicht im Fall. Hat mich gut unterhalten. 3/5.
  • Laurie Gilmore: Meet Me In Autumn. Liebesroman, gekauft und im neuen Buchclub gelesen. Jeanie zieht nach Dream Harbor, wo sie das Café ihrer Tante übernimmt. Kurz darauf lernt sie Logan, den „sexy Farmer“ kennen, und obwohl es direkt zwischen ihnen funkt, hakt es hier und da, weil Logan Verlassensangst hat. Am Ende werden natürlich alle glücklich. Das war definitiv ein Buch, das ich mir für mich selbst niemals ausgesucht hätte 🙂 Ich mochte die herbstlichen Vibes, aber die Story war vorhersehbar und langweilig. Ich mag auch keine Erotikszenen, von denen es einige gab. 2/5.

Gelesene Bücher im August 2025

  • Frank Vorpahl: Schliemann und das Gold von Troja. Sachbuch, Bibliothek. Als Heinrich Schliemann mit Mitte 40 beginnt, sich für Archäologie zu interessieren, liegt bereits eine äußerst erfolgreiche Laufbahn als Geschäftsmann in Deutschland, den Niederlanden, den USA und Rußland hinter ihm. Er bricht radikal mit seiner Vergangenheit und erschafft sich ein neues Selbstbild, das des Ausgräbers des homerschen Troja. Was nicht paßt, wird passend gemacht, und ihm als Millionär stehen Möglichkeiten offen, von denen andere Archäologen nur träumen können. Bei Schliemann weiß man nie, was Dichtung und was Wahrheit ist… Noch heute beschäftigen seine Funde, die er (vielleicht) in Hissarlik ausgegraben hat, die Weltgemeinschaft, denn die Russen haben sie als Kriegsbeute 1945 nach Moskau verschleppt und dieses Geheimnis 50 Jahre lang gehütet. Das Buch trägt in jeder Zeile Vorpahls Meinung über Schliemann mit und dessen sollte man sich bewußt sein, wenn man es liest. Am Ende fehlte mir ein Resümée, daher 3,5/5.
  • Bloom, Philipp & Buckley, Veronica: Twilight of the Romanovs – A Photographic Odyssey Across Imperial Russia 1855-1918. Fotoband, Bibliothek. In zahlreichen schwarzweißen und colorierten Fotografien führen die Herausgeber den Leser einmal rund durch das Rußland der ausgehenden Zarenzeit – ein Land, das so nicht mehr existiert. Die Fotos zeugen von der Härte des Lebens und der Armut des Großteils der Bevölkerung, lassen aber auch teilhaben an gewaltiger Naturschönheit, aufstrebender Industrie und ganz privaten, alltäglichen Momenten. Hat mir viel Freude gemacht! 4,5/5.
  • Bret Anthony Johnston: We burn Daylight. Roman, Bibliothek. Waco (da klingelt es bei den meisten ja schon), 1993: Jaye folgt ihrer Mutter in die Sekte des „charismatischen“ Lamb, der die Gemeinschaftskasse mit dem Handel mit Waffen aufbessert. Sie verliebt sich in Roy, den Sohn des Sheriffs. Als das FBI die Sekte ausheben will, kommt es zu einer Katastrophe. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen: vieles wird nur angedeutet, manches gar nicht erklärt (z.B. warum überhaupt jemand diesem Sektenführer folgen sollte oder was genau an ihm charismatisch ist), die Figuren agieren seltsam und das Ende ist stark konstruiert. War nicht meins. 2/5.
  • Liz Moore: Der Gott des Waldes. Roman, Bibliothek. 1975 verschwindet ein Mädchen aus einem Feriencamp – ausgerechnet die Tochter der reichen Bankiersfamilie, der das Camp gehört. Aber kann das ein Zufall sein, wo doch 14 Jahre zuvor bereits der Sohn der Familie spurlos verschwunden war? Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, der Plot entwickelt sich langsam. Ich habe von Anfang an geahnt, wohin die Reise geht, bin mit der Ausflösung aber sehr zufrieden. 4/5.
  • Andreas Eschbach: Die drei Fragezeichen – Die Auferstehung. Roman, Bibliothek. Dreißig Jahre sind vergangen, seit die drei Fragezeichen sich nach einer persönlichen Tragödie getrennt haben, als die Enkelin von Albert Hitfield, die sieben Jahre zuvor im Dschungel Brasiliens verschwunden war, wieder auftaucht. Während ihr Vater Alec überglücklich ist, ist ihre Tante Mary skeptisch, ob es sich bei der jungen Frau tatsächlich um Tracy Hitfield handelt, und beauftragt Justus Jonas mit den Ermittlungen. Schon bald gesellen sich Peter und Bob dazu, doch abgesehen von ihrem Fall müssen sie sich auch damit auseinandersetzen, wie sie zueinander stehen… Mir hat das Buch aus mehreren Gründen nicht so gut gefallen. Zum einen hat Eschbach für Justus und Peter eine zutiefst deprimierende Biographie entworfen, die ich mir für die beiden nicht vorstellen kann. Dann war der Fall an sich total offensichtlich und bot keinerlei Spannung oder Überraschung. Und mich störte, daß ständig darauf hingewiesen wurde, daß ja schon sooo viel Zeit vergangen sei. Ich glaube ja nicht, daß Leute in unserem Alter sich ständig in ihre Teeniezeit zurücksehnen. Alles in allem habe ich das Buch mit Spannung erwartet, aber es gibt leider nur 2/5.
  • Michael Robotham: Der Insider. O’Loughlin-Ruiz-Reihe Teil 6. Roman, Onleihe. Ein Journalist und eine Wirtschaftsprüferin entdecken, daß Milliarden Dollar Aufbauhilfe aus dem Irak gestohlen werden. Zur gleichen Zeit rauben zwei Trickbetrüger einen Banker in London aus und geraten deswegen in Teufelküche, denn ein radikal-islamischer Auftragsmörder setzt sich auf ihre Spur. An dieser Stelle kommen Ruiz und letztlich auch O’Loughlin ins Spiel, die versuchen, die Frau des Trickbetrügerpärchens zu schützen und gleichzeitig zu ermitteln, was die Bank, bei der der bestohlene Banker gearbeitet hat, und dessen schwangere Frau und deren Familie damit zu tun haben. Diesmal war die Story eher langweilig und hat mich daher leider nicht gepackt, obwohl ich Ruiz und O’Loughlin nach wie vor sehr gern mag. Vielleicht nächstes Mal wieder. 3/5.
  • Stuart Turton: Der letzte Mord am Ende der Welt. Roman, Bibliothek. Nachdem das letzte Buch von Turton mich total begeistert hat, war klar, daß ich auch dies hier lesen muß, obwohl die Beschreibung „Sci-Fi-Dystopie-Krimi“ mich jetzt nicht so lockte. Auf einer griechischen Insel leben die letzten 122 Menschen zusammen mit den drei Ältesten und der künstlichen Intelligenz Abi, die sie alle im Kopf mit sich tragen und die als großes neuronales Netzwerk fungiert. Es wird bald klar, daß vieles unausgesprochen bleibt und es jede Menge Geheimnisse gibt. Als dann eine der Ältesten tot aufgefunden wird und allen Dorfbewohnern über Nacht von der KI ihr Gedächtnis gelöscht wird, erlaubt die KI, daß eine Dorfbewohnerin, Emory, dann doch ermitteln darf – erschwert durch die ausgelöschten Erinnerungen aller, durch Intrigen und persönliche Differenzen. Im Grunde ist das Buch in der Tat ein Thriller, der mit zwei Urängsten der Menschheit spielt: ausgelöscht bzw. kontrolliert werden. Letztlich hat mich das Buch nicht so überzeugt, da ich sehr bald auf die Lösung gekommen bin, und es eigentlich nur davon lebte, daß sich Figuren in einem eingeschränkten Umfeld trotz ihres Unwissens irgendwie durchwurschteln müssen. 2,5/5. Schade.
  • Amy Achterop: Tödlicher Stoff – die Hausboot-Detektei 3. Krimi, Onleihe. Ein reicher Geschäftsmann rennt im LSD-Rausch vor einen Müllwagen und stirbt und weil Arie, Gründer der Detektei, das miterlebt hat, beauftragt die Tochter des Verunglückten ihn und seine Kollegen mit den Ermittlungen. Die Serie lebt eigentlich nur von ihren knuffigen Charakteren, der Krimi an sich ist nicht besonders interessant. 3/5.
  • Susan Hill: Wie tief ist das Wasser? Roman, Onleihe. Der 11jährige Charles kommt zusammen mit seiner Mutter im Haushalt der Hoopers unter. Joseph Hooper hat sie als Haushälterin engagiert und beide Erwachsene hoffen, daß sich Charles mit Edward, Josephs Sohn, anfreunden werde. Edward jedoch haßt Charles vom ersten Moment an und tut alles, um dem Jungen das Leben zu vermiesen. Am Ende sieht Charles nur noch einen Ausweg… Ich fand, das Buch war sehr durchschaubar. Die Schilderungen, vor allem aus Sicht von Charles, sind lang und zäh und es gibt viele Wiederholungen. Das Buch ist 1970 das erste Mal erschienen und vielleicht greift die Idee einfach nicht mehr. 2/5.
  • Rowan Foxwood: Anis, Hüterin des Weißwaldes. Jugend-Fantasy, Bibliothek. Anis ist eine Herzseherin, das heißt, sie vermittelt zwischen Geistern/Göttern und den Menschen. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie jedoch auf sich selbst gestellt, da ihr Bruder in der Hauptstadt als Erfinder arbeitet. Als nun ihr raffgieriger Vormund Herr Biedermann ihren Weißwald abholzen lassen will, muß Anis in die Hauptstadt reisen, um ihren Bruder zur Heimkehr zu bringen. Auf der Reise dorthin lernt sie den jungen Musikanten Fink und den Fuchsgott Ginster kennen – und das ist erst der Anfang der Abenteuer! Sehr liebevoll gezeichnete Figuren, aber die Storyline konnte mich nicht überzeugen. 3,5/5.

Lesestatistik 2024

Mir ist erst diese Woche aufgefallen, daß ich es versäumt habe, meine Lesestatistik für das vergangene Jahr zu posten, daher kommt sie jetzt halt im August 🙂

Im Jahr 2024 habe ich 203 Bücher gelesen. Wenn ich alle kurzen Hörbücher und Hörspiele mitgerechnet hätte, wäre ich auf ca. 350 gekommen, aber ich finde, das wäre irgendwie Etikettenschwindel (wobei das unter lesenden Menschen sehr beliebt zu sein scheint, jede Broschüre und jedes Comicheftchen mitzurechnen). Insgesamt waren das 75.247 Seiten, also 206,2 Seiten pro Tag. Da ich die meisten Bücher aus Bibliotheken und Onleihe beziehe, habe ich 2464,33 € nicht für Bücher ausgegeben 🙂

Folgende Bücher habe ich mit 5 Sternen bewertet:

  • Grady Hendrix: Southern Gothic
  • Daniel Kraus: Whalefall
  • Joanne K. Rowling: Harrry Potter en de geheime kamer

Obwohl ich bisher kein Buch der Reihe mit 5 Sternen bewertet habe, hat mir auch die Pendergast-Reihe sehr viel Freude gemacht. Den 11. Band habe ich im März gelesen, brauchte dann aber mal eine Pause vom guten Aloysius, weil ich halt das Nazi-Thema extrem leid bin. Möchte die Reihe aber weiterlesen.

Für 2025 war und ist mein Ziel, nicht auf Masse zu lesen (was auch gar nicht geht, da ich noch zwei andere raum- und zeitintensive Hobbies habe…), sondern endlich mal meine ellenlangen Leselisten abzubauen.

Gelesene Bücher im Juli 2025

  • Anke Höller: Meine kleine Teewerkstatt. Sachbuch, Bibliothek. Nach einer kurzen Einleitung gibt Höller diverse Rezepte für Kräutuertees und kleine Speisen und Gebäcke. Optisch unheimlich schön aufbereitet, haben mich die Rezepte leider nicht angesprochen. Außerdem finde ich den Preis – 25 € für ein 160 Seiten schmales Bändchen – überzogen. 2,5/5.
  • Norman Ohler: Die Gleichung des Lebens. Roman, Bibliothek. Im Jahr 1747 beauftragt Friedrich der Große den Mathematiker Leonhard Euler damit, auszurechnen, wie viel die Trockenlegung des Oderbruchs zwecks Ansiedlung von Immigranten und Anbau von Kartoffeln die preußische Staatskasse kosten würde. Zeitgleich soll Euler jedoch auch den Mord am führenden Ingenieur dieses Projekts aufklären. Dazu begibt er sich in den Oderbruch, lernt dort Leute und Gebräuche kennen und muß sich zudem gegen die Brücher zur Wehr setzen, die sich gegen die Trockenlegung des Sumpfs stellen. Hat mich sehr begeistert: klug und oftmals lustig, poetisch und mathematisch, ein pralles Sittengemälde eines verschwundenen Landstrichs und Lebens. 4,5/5.
  • Abbruch: David W. Anthony: The Horse, the Wheel and Language. Sachbuch, Bibliothek. Wo entstand Proto-Indo-Europäisch und wer sprach es? Eigentlich ein unfaßbar spannendes Thema, aber hier furchtbar langweilig aufbereitet, daher Abbruch bei ungefähr einem Viertel. Bis dahin würde ich es inhaltlich mit 4/5 bewerten, für mich aber nicht ermüdungsfrei lesbar.
  • Irene Vallejo: Papyrus. Sachbuch, Onleihe. Vallejo möchte die Geschichte des Buches erzählen und legt auch einen starken Start hin. Sie erzählt von der Antike und den Hochkulturen der Römer und der Griechen. Dann von den Nazis. Dann von den Römern und Griechen. Und den Nazis. Und ein bißchen von Franco, aber lieber von den Nazis, den Römern und den Griechen. Schnarch! Bei einem fast 800 Seiten starken Buch fehlte mir da einfach der Mittelteil. 3/5.
  • Laura Baldini: Aspergers Schüler. Roman, Onleihe. 1986 kommt die Engländerin Sarah nach Wien, um über Asperger und seine Arbeit an der Heilpädagogischen Anstalt zu forschen. Intensiv beschäftigt sie sich allerdings auch mit Stefan, den sie an der Uni kennenlernt. Parallel dazu wird die Geschichte von Viktorine, einer Krankenschwester, und Erich, einem Patienten von Asperger, in den Jahren zwischen 1938 und 1944 erzählt. Das Buch ist sehr simpel geschrieben, es gibt keine echten Twists und das Aufregendste sind eigentlich die Mehlspeisen, die Sarahs Vermieterin kredenzt. Ich tu mich immer etwas schwer damit, wenn Menschen völlig aus der Bahn geworfen werden, wenn sie feststellen, daß Mediziner zur NS-Zeit regimekonform agiert haben, und wenn diese Emotionen der Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind. Das reicht mir nicht. 2/5.
  • Werner Bartens: Körperzeit. Re-Read. Sachbuch, aus der Bibliothek. Bartens beschreibt die Rhythmen des Körpers und wie es uns helfen kann, ihnen zu folgen. 3/5.
  • Abigail Dean: Girl A. Roman, Onleihe. Lex und ihre Geschwister wurden von ihren Eltern vernachlässigt und mißhandelt, bevor sie sich befreien konnten. Nun, etliche Jahre später, heiratet Ethan, der älteste Bruder, und zudem ist ihre Mutter gestorben und hat ihnen das Haus hinterlassen, in dem sie gefangen gehalten wurden. Lex macht sich auf, um mit ihren Geschwistern zu sprechen, und wird dabei mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie gern vergessen wollte. Mich hat das Buch gut unterhalten, insbesondere durch den unkonventionellen Schreibstil und die vielen Zeitsprünge. 4/5.
  • Jeffery Deaver: Der Eindringling. Thriller, Hörbuch, gekauft. In New York City geht ein Mann um, der in die Wohnungen von Frauen einbricht, dort etwas stiehlt und dann wieder geht. Gleichzeitig ermitteln Rhyme und Sachs gegen einen Kriminellen, der Informationen verkauft, und müssen sich damit herumschlagen, daß Rhyme das Gerichtsverfahren gegen ebendiesen Mann vergeigt hat – nicht ohne Konsequenzen. Leider kennt man Deavers Stilmittel und Kniffe im 15. Band der Reihe inzwischen so gut, daß man am Ende das Gefühl hat, das alles schon einmal woanders bei ihm gelesen/gehört zu haben. Zwischenzeitlich fehlte mir daher die Aufmerksamkeit. 3,5/5.
  • Luisa Francia: Die Macht des Verborgenen. Spiribuch, Bibliothek. Francia widmet sich hier all den Dingen, die wir nicht wirklich wahrnehmen, nicht wirklich begreifen können, von (vermeintlichen) Zufällen über die Funktionen unseres Körpers bis hin zu den großen, universellen Zusammenhängen. Auch hier hatte ich das Gefühl, das alles schon einmal bei ihr gelesen zu haben. 3/5.
  • Norbert Weimper: Das schwarze Geheimnis von Maulbronn. Historischer Roman, Onleihe. Anfang des 16. jahrhunderts wird ein Bauernbub im Kloster abgegeben: Anselm soll dort arbeiten, möchte aber lieber Mönch werden, weil er gern beten und arbeiten möchte. Da er sich klaglos ins Klosterleben fügt, da es keine weibliche Hauptrolle gibt (oder eigentlich überhaupt keine Frauen bis auf eine) und weil die Schurken stets als solche erkennbar sind, ist der Text furchtbar einschläfernd und zudem total hölzern geschrieben. Dazu kommen noch etliche Rechtschreibfehler. Hat mir gar nicht gefallen. 1/5.
  • Oliver Pötzsch: Der Totengräber und die Pratermorde. Leo-von-Herzfeldt-Reihe 4. Roman, Bibliothek. Es passiert selten, daß meine Bibliothek ein so frisch erschienenes Buch anbietet, und darum habe ich direkt zugeschnappt 🙂 Das Buch spielt 1897 in Wien: beim Zaubertrick „die zersägte Jungfrau“ wird tatsächlich eine Frau zersägt! Bald stellt sich heraus, daß noch andere Frauen aus dem Pratermilieu ermordet wurden. Leo von Herzfeldt ermittelt, oft unterstützt von seiner Verflossenen Julia Wolf und seinem Freund, dem Totengräber Augustin Rothmeyer. Die Auflösung zeichnet sich bereits ab ungefähr der Mittte ab – wer also bei Krimis gern mitfiebert, wird etwas enttäuscht sein. Wer jedoch das Schmökern von Pötzsch ausufernder, langsamer Erzählweise genießt, liegt hier goldrichtig (bei anderen seiner Reihen hat es mich genervt, hier paßt es gut, finde ich). Sehr unterhaltsam, eben ein echter Schmöker. 4,5/5.
  • Trent Dalton: Der Junge, der das Universum verschlang. Roman, Onleihe. Der 12jährige Eli wächst zusammen mit seinem seit einem traumatischen Geschehen stummen Bruder August bei seiner Mutter und dessen Freund Lyle auf. Nachdem die beiden ihre Heroinsucht überwunden haben, dealen sie nun mit Drogen, doch Lyle zieht sich den Unmut seines Bosses zu und verschwindet. Da ihre Mutter nun ins Gefängnis muß, müssen Eli und August zu ihrem alkoholkranken Vater ziehen. Obwohl die beiden Jungen diese und noch andere Schicksalsschläge und viel Gewalt erleben, erhalten sich beide ihr gutes Herz und am Ende bekommen sie all das, was sie sich gewünscht haben. Klingt, wenn man das Buch auf wenige Sätze runterbrechen will, nicht besonders. Das Buch hat es aber faustdick hinter den Seiten. Es ist zum einen ausgezeichnet geschrieben, zum anderen hat es einen überraschend komplexen Plott und enormen Tiefgang. Mich hat es um Sturm erobert. 5/5.

Gelesene Bücher im Juni 2025

  • Wade Davis: Die Toten kehren zurück. Sachbuch (?), Bibliothek. Das Buch ist unter seinem englischen Titel „The Serpent And The Rainbow“ bekannter und wurde auch mit Bill Pullman verfilmt. Ich habe es schon sehr lange auf meiner Leseliste gehabt und es nun endlich gelesen. Davis, von Haus aus Ethnobotaniker, reist nach Haiti, um im Auftrag eines Pharmakonzerns das Phänomen der Zombies zu erforschen (davon erhofft sich die Firma einen Durchbruch bei der Herstellung von Anästhesie-Präparaten). Davis taucht auf Haiti in die Geheimgesellschaften (Bizangos) ab, in denen Voodoun (wie er es nennt) praktiziert wird, die aber vor allem in einem chaotischen Land so etwas wie ein politisches und soziales Netzwerk darstellen. Ob ich Davis glaube, weiß ich nicht, zumal nachgewiesen wurde, daß das von ihm sichergestellte Zombiepulver allenfalls Spuren von bestimmten Giften enthält. Trotzdem unterhaltsam. 4/5.
  • Laura Spinney: Der Urknall unserer Sprache. Sachbuch, Bibliothek. Fast die Hälfte der heute lebenden Menschen spricht eine indoeuropäische Sprache. Wer aber waren die Indoeuropäer, wo siedelten sie, wie sah ihr Leben aus und warum waren die indoeuropäischen Sprachen überhaupt so erfolgreich? Diesen Fragen geht Spinney nach. Ein sehr spannendes Thema, das leider etwas wirr und sprunghaft aufgearbeitet wurde. Ich kann nicht behaupten, daß mich die Lektüre gefesselt hat. 3,5/5.
  • Dan Simmons: Terror. Roman, Bibliothek. Schon vor einiger Zeit habe ich viel über die Franklin-Expedition zur Entdeckung der Nordwestpassage recherchiert, damals aber bewußt auf die Lektüre dieses von der Expedition inspirierten Romans verzichtet. Nachdem ich die Verfilmung aber inzwischen mehrmals geguckt habe, mußte ich jetzt doch endlich mal das immerhin 1000 Seiten starke Buch lesen. Die Franklin-Expedition und ihr Niedergang bildet den Rahmen für eine mystische Erzählung. Anders als in der Serie erklärt das Buch sehr ausführlich, was der Tuunbaq ist, und das Ende im Buch gefällt mir auch viel besser als das in der Serie. Ein echter Pageturner, sehr intensiv und wuchtig, gar nicht so horrormäßig, wie es oft beworben wird, sieht man einmal von dem Horror ab, dem sich die Männer der Expedition durch die Kälte und die Folgen der Mangelernährung ausgesetzt sahen, ab. 5/5.
  • Wendy Wauters: De geuren van de kathedraal. E-book, gekauft. Auf Deutsch heißt der Titel sowas wie „Die Gerüche der Kathedrale“ und das versprach eine kurzweilige und interessante Lektüre. Tatsächlich schildert Wauters im ersten Fünftel des Buchs, mit welchen Gerüchen man es im 15. und 16. Jahrhundert in der Kathedrale von Antwerpen zu tun hatte, woher sie kamen und warum sie zum Teil so wichtig waren. Dann jedoch verläßt sie diesen Pfad und widmet sich im Großteil ihres Werks einfach der Geschichte der Kathedrale im Spätmittelalter – und das ist leider eigentlich nur langweilig. Es gibt viele Wiederholungen, was sich teilweise etwas unstrukturiert liest. Schade, eine gute Idee verschwendet. 3/5.
  • Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder. Roman, aus der Bibliothek. Der Roman erzählt die Geschichte mehrerer Personen, die in einer ostfranzösischen Kleinstadt leben, und begleitet sie zwischen 1992 und 1998. Hacine, der Sohn eine marokkanischen Einwanderers, und Anthony, dessen Eltern vor allem durch Gleichgültigkeit und Alkoholismus glänzen, verbindet eine Art karmisches Band, seit Hacine das Motorrad von Anthonys Vater geklaut und abgefackelt hat. Der Vater macht Hacine für sein Lebensunglück verantwortlich und verletzt ihn schwer, woraufhin er dem Suff noch weiter verfällt. Hacine hingegen ist in der Nacht dabei, als der Mann besoffen in den See steigt, beklaut ihn und läßt ihn ertrinken. Am Ende rächt sich Anthony und klaut Hacine das Motorrad, hat aber dann dauernd Angst, daß Hacine sich rächen wird. Letztlich versumpfen alle in ihrem Elend. Was zum Geier war das denn? Hat mir gar nicht gefallen, war auch nicht unterhaltsam, sondern einfach nur ernüchternd und doof. Ich bin immer wieder überrascht, wie schlecht ich Bücher finde, die Buchpreise gewinnen…1/5.
  • Karin Bojs: Mütter Europas. Sachbuch, Bibliothek. Bojs beleuchtet in ihrem Buch knapp und unterhaltsam die Geschichte unserer weiblichen Vorfahren der letzten 43000 Jahre. Dabei wendet sich ihr Blick nicht nur auf neueste Erkenntnisse aus der DNA-Analyse, sondern schließt auch linguistische und kulturelle Aspekte ein. Mir war das Buch an mancher Stelle etwas zu knapp gehalten, aber alles in allem sehr gut lesbar und informativ. 4/5.
  • Mechtild Borrmann: Trümmerkind. Roman, Onleihe. Über drei Zeitebenen hinweg erzählt der Roman die Geschichte der Familie Anquist, die 1945 von den Russen von ihrem Gutshof in der Uckermark vertrieben wurde. Zwei Jahre später wird ein kleiner Junge in den Trümmern Hamburgs gefunden und von einem großherzigen anderen Jungen aufgenommen. 1993 schließlich setzt sich eine Frau mit der Vergangenheit ihrer Mutter auseinander, in der es einige Ungereimtheiten gibt. Interessant geschrieben, aber die Lösung war mir relativ bald klar. 4/5.
  • Tess Gerritsen: Trügerische Ruhe. Roman, vor Jahren gebraucht gekauft. Die Ärztin Claire kommt einer merkwürdigen Welle von aggressivem Verhalten in ihrem kaffigen Wohnort auf die Spur. Immer wieder nett und kurzweilig. 4/5.

Gelesene Bücher im Mai 2025

  • Rudi Beiser: Kraft und Magie der Heilpflanzen. Sachbuch, Re-Read, Bibliothek. Neben allgemeinen Informationen zu Heilkräutern, ihrer Verwendung im Verlauf der Menschheitsgeschichte und Hinweisen dazu, wie man sie sammelt, bietet das Buch auch einen großen Teil über Kräuter im Verlauf des Jahres bzw. im Kontext der Jahreskreisfeste. Das Buch ist eine Neuauflage – ich kannte es schon, war aber trotzdem lohnenswert, es nochmal zu lesen. Auch sehr schön illustriert. 4,5/5.
  • Joyce Carol Oates: Sieben Reisen in den Abgrund. Kurzgeschichtensammlung, Bibliothek. War mein erster Ritt mit dieser Autorin und sie hat  leider so gar nicht meinen Nerv getroffen. Der Horror in den Geschichten war mir wohl zu subtil, die Sprache zu gewollt emotional, hat mich überhaupt nicht erreicht, daher Abbruch ungefähr bei der Hälfte. 3/5.
  • Michael Sommer: Dark Rome – das geheime Leben der Römer. Sachbuch, Bibliothek. Was ich erwartet habe: eine spannende Darlegung der eher abgründigen, „dunklen“ Seiten der Hauptstadt des einstigen Imperiums, gern untermauert mit zahlreichen Beispielen, die sich auf archäologischen und literatrischen Funden gründen. Was ich gekriegt habe: eine Zusammenfassung hinlänglich bekannter Fakten und viel zähes Geschreibe über Kaiser, Redner, Kriege. Schnarch. Hat mich überhaupt nicht erreicht, allerdings habe ich in meinem Leben auch schon eine Menge Latein gemacht und daher viel über Rom, das Leben und die Politik in seinen Mauern (und darüber hinaus) und die verschiedenen Regierungstypen und -phasen gelernt. Ich war vielleicht einfach nicht das richtige Publikum für das Buch. 3/5.
  • Judith Königshof: Göttinnen – auf den Spuren weiblicher Gottheiten von der Steinzeit bis heute. Sachbuch, Bibliothek. Von den Fettsteißfiguren der Steinzeit über die Göttinnen Ägyptens bis hin zu Frau Holle beleuchtet Königshof den Glauben an Göttinnen. Flott geschrieben, informativ und unterhaltsam. 4,5/5.
  • Danny Trejo mit Donal Logue: Trejo – mein Leben, Verbrechen, Erlösung und Hollywood. Autobiographie, Bibliothek. Mir ist beim Lesen klargeworden, daß ich eigentlich nur sehr wenige der Filme kenne, in denen Danny Trejo mitgewirkt hat, aber einer davon ist – seit ich ihn in den Neunzigern im Kino gesehen habe – einer meiner Lieblingsfilme: From Dusk Till Dawn. Über Trejos Leben zu lesen, ist eine Achterbahnfahrt, denn von Gewalt, Drogen und Gefängnis über familiäre Probleme, Arbeit für die Suchthilfe bis Hollywood ist alles dabei. Ich glaube, ich hätte manches anders geschrieben, aber alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und mir einen interessanten Einblick in Trejos Leben gegeben. 4/5.
  • Tanja Queckenstedt: Ein Kopf voller Ideen. Sachbuch, gekauft und in einer Gruppe gemeinsam gelesen. Die Autorin beleuchtet, was Kreativität eigentlich ist, wie man sie fördern kann und wie man ihr schadet. In diesem Zusammenhang erklärt sie auch, was genau der Flow ist, welche Auswirkungen Streß hat und wie man zu mehr Resilienz gelangt. Flott und unterhaltsam geschrieben. 4-4,5/5.
  • Rudi Beiser: Baum und Mensch. Sachbuch, Bibliothek. Beiser gibt eine Übersicht über die wichtigsten europäischen Baumarten, ihre Kulturgeschichte und Verwendung. Interessant und sehr informativ. 4/5.
  • Meg Clothier: Das Buch Eva. Roman, Onleihe. Italien, zur Zeit der Renaissance: zwei Frauen erreichen schwerverletzt ein Kloster. Bevor sie sterben, übergeben sie ein mysteriöses Buch an die Bibliothekarin Beatrice. Es stellt sich heraus, daß das Buch magische Fähigkeiten hat, was Beatrice und den anderen Frauen zum Teil hilft, während ein Priester auch aufgrund persönlicher Motive die Mutter Oberin zu Fall bringt und tötet. Leider ist das Buch unglaublich langweilig, weil der Plot sich darin erschöpft, daß Männer böse und Frauen gut sind (hierher wohl auch die Anmerkung des Verlages, das Buch sei feministisch) und Clothier es versäumt, dem Leser wenigstens ein paar Erklärungen zu liefern. 1/5.

Gelesene Bücher im April 2025

  • Manfred Neuhold: Tee aus heimischen Kräutern und Früchten. Sachbuch, Bibliothek. Nach einer allgemeinen Einführung zu Kräutertees und einigen interessanten Hinweisen zum Anbau von Kräutern und der Fermentation von Brombeerblättern folgen ein Teil mit ausführlicheren Pflanzenporträts und ein Teil mit Rezepten. Solide! 4/5.
  • Luisa Francia: Der magische Alltag. Spiri-Ratgeber, aus der Bibliothek. In gewohnter Manier schreibt Francia über Magie im Alltag und gibt dabei jede Menge Ideen für Rituale. Hat mir gut gefallen. 4,5/5.
  • Simone J. Taschée und Klaus Postmann: Das große Buch vom Kräutertee – natürlich trinken und genießen. Sachbuch, Bibliothek. Nach einem ausführlichen Einführungsteil folgen die Portraits von 100 Kräutern und ein großer Rezeptteil. Den Abschluß bilden allgemeine Hinweise zu Kräutertees und ein Exkurs in die Geschichte des Kräutertees. Sehr schönes Buch. Einziges Manko: auf Hochglanzpapier gedruckt und daher kriegt man fast einen Tennisarm, wenn man es hebt oder hält. 4,5/5.
  • Rudi Beiser: Tee aus Kräutern und Früchten. Sachbuch, Bibliothek. Ein eher schmales Buch mit lediglich 15 Teerezepten. Gefiel mir nicht so gut. Ich reagiere inzwischen doch eher verärgert darauf, wenn Autoren unterstellen, jeder könnte mal eben in die Natur gehen und da Blümchen pflücken. 3/5.
  • Raven Grimassi: Beltane – Springtime Rituals, Lore and Celebration. Teil der Llewellyn-Sabbatreihe. Vor vielen Jahren gekauft. Vielleicht liegt es an Beltane selbst, weil ich mit den Sommerfesten ja doch am wenigsten anfangen kann, aber mich hat es nicht so erreicht. 4/5.
  • Sarah Farr: Heilende Kräutertees. Sachbuch, Bibliothek. Das, was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, war die Fülle von Rezepten. Habe bereits einiges ausprobiert. Außerdem gibt es einen Teil über das Planen und Gestalten eines eigenen Kräutergartens. 4/5.
  • Dorothea Neumayr: Erwecke die Kraft der Göttin in Dir. Spiribuch, Bibliothek. Die Autorin porträtiert den Jahreskreis mit seinen acht Festen und gibt zu jeder Station allgemeine Hinweise, Ritualvorschläge, Rezepte etc. Quasi ein Klassiker, hat mich aber trotzdem nicht so erreicht. 3,5-4/5.
  • J.K.Rowling: Harry Potter en de relieken van de dood. Re-re-Read mit meinem Mann zusammen. 3,5/5.
  • Neil Price: Die wahre Geschichte der Wikinger. Sachbuch, Bibliothek. Price erzählt die Geschichte der Wikinger chronologisch von ihren Vorgängern, ihrem Aufkommen, ihrer Blütezeit bis zu ihrem Niedergang. Es hilft, wenn man sich schon ein bißchen in Geschichte belesen hat, weil man so die Fülle von Daten und Ereignissen besser in einen Kontext einbetten kann. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben, hat mich aber doch viel Mühe gekostet, weil es eben auch sehr detailreich ist. Alles in allem unglaublich informativ. 4-4,5/5.

Gelesene Bücher im März 2025

  • Edain McCoy: Ostara. Sachbuch, vor Jahren gekauft (damals nur in den USA erhältlich gewesen). McCoy beleuchtet das Jahreskreisfest Ostara aus unterschiedlichen Blickwinkeln und gibt jede Menge Anregungen für eigene Rituale. 4/5.
  • Melissa Ginsburg: Sunset City. Krimi, aus der Bibliothek. Charlottes alte Freundin Danielle wurde ermordet. Um sich ihrer Freundin post mortem anzunähern, taucht Charlotte in deren Clique ein. Ein ziemlich vorhersehbarer Plot, nicht sehr spannend. 2/5.
  • Christine Fuchs: Räuchern mit heimischen Pflanzen. Sachbuch, Bibliothek. Fuchs zeigt auf, zu welchen Gelegenheiten man Räuchern auf welche Weise im Alltag nutzen kann, zum Beispiel zur Entspannung, zur Klärung/Reinigung der Atmosphäre, zum Desinfizieren und anderes. Es gibt einen kurzen Überblick über einige einheimische Pflanzen und auch einige Rezepte. Alles in allem nett, wirkte aber etwas unstrukturiert. 3/5.
  • Sergius Golowin: Das Reich der Schamanen – Der eurasische Weg der Weisheit. Sachbuch, Bibliothek. Manchmal erwischt man die richtigen Bücher zur falschen Zeit – so jedenfalls war das bei mir und diesem Buch. Es geht vorrangig um die Völkerwanderungen von Ost nach West und weniger um die dabei mittransportierten spirituellen Inhalte. Fand es ganz langweilig, daher bei zwei Drittel lustlos abgebrochen. Trotzdem halt ein gutes Buch. 4/5.
  • Gerhard Merz: Heilende Rituale mit Räucherwerk. Sachbuch, Bibliothek. Grobe Übersicht über Räucherwerke und -rituale in verschiedenen Kulturen mit Anregungen dazu, wie man eigene Räucherrituale entwickeln kann. War mir zu eso. 3/5.
  • Mannfried Pahlow: Heilkräuter-Tees. Sachbuch, Bibliothek. Irgendwann Ende der 90er habe ich mir den „großen Pahlow“ gekauft und ich bin immer wieder begeistert von der Kenntnis des inzwischen leider verstorbenen Apothekers. 4/5.
  • Klaus Böldl: Odin. Sachbuch, Bibliothek. Was ich erwartet habe: eine Art wissenschaftlich fundierte Monographie zu Odin. Was ich gekriegt habe: viel Text dazu, was so über Odin geschrieben wurde und von wem. Zusätzlich sehr bemühte Empörung über die bösen Rechten, die Odin anhängen, wohingegen die ganzen Bemühungen im Neuheidentum, Odin aus rechtem Kontext zu lösen, schlicht unerwähnt blieben. Hat mich ziemlich genervt, diese Lektüre. 2/5.
  • Christine Fuchs: Räuchern im Rhythmus des Jahreskreises. Sachbuch, Bibliothek. Sehr eso, sehr schwallerig. Wenn die Phrase „man DARF etwas lernen/loslassen etc.“ zu oft bemüht wird, kriege ich beim Lesen nervöses Augenzucken, lol. Ich kann einfach nicht mehr mit diesem Wischi-Waschi-Eso-Liebhab-Kram. Ich mochte auch ein paar sachliche Schnitzer im Buch nicht. Mit Eibe räuchern, ist einfach mal eine doofe Idee. Und Thor hieß echt nie Pórr. Nie. 2,5/5.
  • Mari Silva: Ostara – la guía definitiva del equinoccio de primavera y cómo se celebra en la wicca, el druidismo y el paganismo. Sachbuch, gekauft. In diesem Buch habe ich leider auch nicht viel Neues gefunden, aber es war mir eine Freude, es auf Spanisch zu lesen ♥ 4/5.

Alles in allem ist echt echt schwer, Bücher aus heidnisch-naturspirituellem Kontext zu finden, bei denen ich nicht hohen Blutdruck kriege. Aber ich such mal weiter.

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