Thrifty Thursday #90

Wie ich am WE schon schrieb, hat mein Mann diese Woche das erste Mal Bagels gemacht. Der Teig wird in der Maschine geknetet und nach dem Ruhen zu Kringeln geformt, die in heißem Wasser ein paar Minuten gekocht werden. Dadurch werden sie extrem fluffig und der Teig bekommt eine schöne, fast schon knödelartige Struktur. Unsere Bagels waren mit Sonnenblumenkernen und Sesam bestreut. Demnächst wollen wir mal in den Teig Kräuter oder Röstzwiebeln oder auch Rosinen mischen. Die Bagels haben jedenfalls den Gedanken ausgelöst, daß es dann ja auch nicht so schwer sein kann, Laugengebäck herzustellen, denn das wird ebenfalls gekocht, allerdings in Lauge…

Beflügelt von diesem Experiment haben wir uns diese Woche ein recht neu erschienenes No-Knead-Backbuch aus der Bibliothek geholt, in dem es u.a. vielen Rezepte mit Sauerteig gibt. Sauerteig haben wir viele Jahre verarbeitet, aber nicht als No-Knead-Brote. Das wollen wir nun auch mal probieren. Und zu guter Letzt haben wir ein ganz einfaches Rezept für Schwarzbrot gefunden. Hier im Süden Deutschlands ist das scheinbar nicht so beliebt, aber im Westen essen wir das gern z.B. mit Mettwurst, Käse oder auch mit Quark und Marmelade. Es gehört außerdem zur traditionellen Bergischen Kaffeetafel. Kurz gesagt vermischt man für ein Schwarzbrot lediglich Roggen- und Weizenschrot und -mehl mit SB-Kernen, etwas Hefewasser, Zuckerrübensirup (auch so ein Ding im Westen) und Buttermilch (als Ersatz kann man Sojamilch mit etwas Apfelessig verwenden). Gegart wird es zwei bis drei Stunden bei 150°C, dann schlägt man es in nasse Tücher ein, fertig. Darauf freue ich mich wie wild….so ein richtig tolles Schwarzbrot ißt man bei uns daheim nämlich auch mit Reibekuchen und Apfelmus….nomnom….

Gelesene Bücher im November 2022

  • Oliver Pötzsch: Der Spielmann – Die Geschichte des Johann Georg Faustus. Roman, aus der Bibliothek. Pötzsch erzählt die Geschichte von Faust von dessen achten bis etwa 33. Lebensjahr. Von seinem Stiefvater vom Hof vertrieben, schließt sich der Junge Tonio del Moravia an, einem fahrenden Okkultisten. Daß dieser keine guten Absichten hat, wird Faustus schon bald klar, so daß er flieht und sich einer Gauklertruppe anschließt, mit der er eine Weile durch Italien fährt. Doch es geschieht etwas Schreckliches und Faust muß erneut fliehen, diesmal nach Heidelberg, wo er auch studiert. Aber immer noch kommt er nicht zur Ruhe und muß mit den Konsequenzen seiner eigenen Entscheidungen zu leben lernen. Fünfzehn Jahre später dann ruft ihn ein totgeglaubter Freund nach Nürnberg, wo er eine junge Frau aus dem Gefängnis befreien soll. Doch wieder ist Tonio nicht weit… Ich fand, das Buch war – wie alles, was ich bisher von Pötzsch gelesen habe – unheimlich unterhaltsam geschrieben, auch wenn es seine Längen hatte. Ein schöner, historischer Schmöker, von dem ich gern Teil 2 lesen werde. 4,5/5.
  • Arno Strobel: Mörderfinder – Die Macht des Täters (Max Bischoff 5). In Düsseldorf werden drei Leute brutal umgebracht, die Spur führt zu drei Studenten mit Gedächtnisverlust und bald leidet auch Max darunter. Spoiler: einen Polizisten als Täter hatten wir schon mal in der Max-Bischoff-Reihe, was nicht so einfallsreich ist. Daß aber eine Polizistin Menschen mittels pflanzlicher Drogen aus dem Urwald zu Zombies macht, die dann für sie andere Leute morden, ist so hanbüchen, plump und dumm, daß das definitiv mein letzter Fall dieses Ermittlers war. Alter Schwede, was für ein Schund! 1/5.
  • Murielle Rousseau: Die Cafés von Paris. Sachbuch mit fiktionalen Einsprengseln, aus der Bibliothek. Rousseau nimmt uns mit in ihre Lieblingscafés, erzählt von deren berühmten Gästen und Besonderheiten, von ihrer Gründung und Einrichtung und streut allerlei interessante und amüsante Begegnungen ein. Ein poetisches Buch, das schlimme Paris-Sehnsucht verursacht. Ich habe es absolut genossen ♥ 5/5.
  • Harald Meller und Kai Michel: Das Rätsel der Schamanin. Sachbuch, aus der Bibliothek. 1934 wurden im Kurpark von Bad Dürrberg in Sachsen-Anhalt zwei Skelette ausgegraben, von denen eines als Mann identifiziert wurde und dafür herhalten mußte, die Theorie vom „Urarier“ auf deutschem Grund zu untermauern. 2019 hat ein Team von Forschern unterschiedlicher Ausrichtungen die beide Skelette genauer untersucht und auch die Grabgrube noch einmal ausgegraben. Es zeigte sich, daß es sich beim erwachsenen Skelett um das einer Frau handelt. Anhand der Grabbeigaben und physiologischen Eigenheiten der Frau meinen die Forscher, rekonstruieren zu können, daß es sich um eine heilerisch tätige Frau gehandelt haben muß – eine Schamanin. Superspannend und sehr interessant, allerdings durch die vielen Wokismen etwas nervig zu lesen. Trotzdem 4,5/5.
  • Tess Gerritsen: Mutterherz. Thriller, aus der Bibliothek. Im aktuellsten Band der Rizzoli-Isles-Serie gibt es zwei Erzählstränge: einmal den, in dem Janes Mutter Angela ihre Nachbarn beobachtet und so zwei Geheimnissen auf die Spur kommt (eher cozy crime), und den, in dem ein junges Mädchen von einem Mann gestalkt wird (klassischer Ermittlerkrimi). Unterhaltsam geschrieben, aber weder besonders spannend noch raffiniert. Andere Teile der Serie haben mir besser gefallen. 3,5/5.
  • Sorita D’Este und Davind Ranking: Circle Of Fire. E-book, geschenkt bekommen. Die beiden Autoren geben einen allgemeinen Überblick über Wicca, dessen Rituale und Symbole. Nichts Neues, aber es blieben ein paar Fragezeichen 🙂 3/5.
  • Jennie Appel und Dirk Grosser: Urkraft des Nordens. Spiri, aus der Bibliothek. Die beiden Autoren versuchen, anhand der nordischen Götter- und Heldenmythen eine Spiritualität für die Neuzeit zu entwerfen. Gutes Anliegen, aber die Verklärung von Naturkontakt und dem Leben unserer Vorfahren ist für mich etwas zuviel des Guten gewesen. 2/5.
  • Caroline Maxelon: Schamanische Kraftobjekte aus der Natur – ihre Wirkung kennen, mit Ritualen die Seele stärken. Sachbuch, aus der Bibliothek. Maxelon gibt einen ausführlichen Überblick über schamanische Ritualgegenstände und versorgt den Leser auch mit vielen hilfreichen Tips für die Herstellung eigener Kraftobjekte. Stimmungsvolle Photos runden das Buch ab. 4,5/5.
  • Geert Mak: Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Reisebericht, Bibliothek. Mak und seine Frau haben 2010 die Route quer durch die USA abgeklappert, die Steinbeck für sein Buch „Die Reise mit Charley“ ebenfalls bereist hat. Das war auch der Grund, warum ich das Buch gelesen habe, denn Steinbecks Reisebericht hat mir sehr gut gefallen. Das Problem bei Maks Buch ist, daß er eine „eierlegende Wollmilchsau“ schaffen wollte: Reisebericht, Geschichte, Politik, Recherchen zu Steinbeck und noch so manches mehr hat er in 624 sehr klein gedruckte Seiten reingepackt und das war mir stellenweise einfach viel zu drög und langweilig. Insgesamt 4/5.
  • Llewellyn’s 2006 Magical Almanac. Artikelsammlung, Dachbodenfund. Bei meiner Aufräumaktion im letzten Jahr habe ich einige Bücher zu magischen Themen wiedergefunden und wollte ein bißchen reinlesen, um zu entscheiden, ob ich sie weggebe oder nicht. Nach der Lektüre des ersten Buchs denke ich: sweet but rubbish. Und ich weiß noch immer nicht, ob ich sie behalten soll oder nicht…. 3,5/5.
  • Joanne K. Rowling: Harry Potter en de vuurbeker. Roman, gebraucht gekauft. Wieder ein Potter, den mein Mann und ich uns gegenseitig vorgelesen haben. Jetzt, wo wir uns an die Satzstruktur gewöhnt haben, ist das Lesen schon sehr flüssig geworden. 5/5.
  • James Patterson & J.D. Barker: Der Federmörder. Thriller, aus der Bibliothek. Auf dieses Buch hatte ich mich riesig gefreut – und war dann einfach nur enttäuscht. Michael Fitzgerald findet in seiner Wohnung eine Tote in der Badewanne, woraufhin er verhaftet wird. Sein Anwalt verhilft ihm zur Flucht, nur daß er diesen Mann gar nicht kennt. Es schließt sich eine wilde Verfolgungsjagd quer durch die USA an, und bald kommen weitere Leichen dazu. Ist Michael ein Killer? Oder das Opfer eines skrupellosen Psychiaters, der ihn als Kind adoptiert hat? Und wer ist Mitchell, sein Bruder? Und dann ist da noch Megan, seine Schwester, die ihn begleitet. Achtung, SPoiler! Das, was man Patterson und Barker eigentlich gleich auf S. 100 (von 600) sagen möchte, ist: bitte, schreibt keinen weiteren Schund mehr über Menschen mit DIS. Aber natürlich schreiben sie es doch und am Ende wollte ich das Buch einfach nur in die Tonne kloppen 🙁 Da es spannend geschrieben ist und daher im Vergleich zu Büchern, denen ich dieses Jahr einen Stern gegeben habe, zumindest unterhaltsam ist, bekommt es 2/5.
  • Mieko Kawakami: Heaven. Roman, aus der Bibliothek. Der ich-Erzähler wird von seinen Mitschülern gemobbt, genau wie seine Klassenkameradin Kojima. Diese beginnt, ihm Briefe zu schreiben, und so freunden sie sich an. Die Mobmer mobben fröhlich weiter, dem ich-Erzähler erklärt einer von ihnen, daß es eigentlich nur um Machtausübung geht und nichts Persönliches ist, am Ende knallt Kojima irgendwie durch und das war’s. Möglich, daß ich mal wieder verborgene Ebenen des Textes nicht verstehe, aber ich fand’s eigentlich nur langweilig und überflüssig. 2/5.
  • Jeremy Narby: Die kosmische Schlange – Auf den Pfaden der Schamanen zu den Ursprüngen modernen Wissens. Sachbuch, aus der Bibliothek. Von seiner Feldforschung im westlichen Amazonasgebiet angeregt, geht Narby der These nach, daß Schamanen durch die Einnahme von Halluzinogenen direkten Zugang zum Wissen der DNS haben. In diesem Zusammenhang untersucht er auch die Schöpferschlangen, die weltweit von indigenen Kulturen dokumentiert sind. Interessant, aber ich weiß nicht, inwiefern ich seine Thesen schlüssig finde. 4/5.

Italienisch #34

Diese Woche hat Duolingo mir Zahlen beigebracht und ansonsten gab es sehr viele Wiederholungen. Das fällt mir bei dem neuen Pfad sowieso auf, also, daß ich ständig das Gefühl habe, ich wiederhole eigentlich nur, obwohl Duo mir hier und da etwas Neues unterjubelt.

Vokabeln habe ich auch wiederholt, aber nur einmal. Da habe ich gerade nicht soviel Lust zu.

Beim Lernen von Italienisch erinnere ich mich daran zurück, daß ich, als ich mit Spanisch anfing, immer gedacht habe, daß ich das echt niemals lernen werde, weil es so viel ist, so umfangreich. Aber es hat doch funktioniert. Ich glaube, ich bin gut darin, beharrlich an etwas zu arbeiten und am Ball zu bleiben. Worin ich nicht gut bin: ziel- und planlos „irgendwas“ zu machen. Wenn ich sagen kann, ich will diese und jede Sprache einigermaßen fließend sprechen, ist das ein klares Ziel. Wenn ich sage, mir ist es eigentlich egal, ob ich das nun kann oder nicht, aber ich mach mal so ein bißchen, bis mir was Besseres dazwischenkommt, dann kann ich es direkt sein lassen. Commitment tut mir gut, Prokrastination überhaupt nicht.

Ich merke aber gerade, daß mein Enthusiasmus etwas gelitten hat. Nicht weil ich meine Sprachen oder das Lernen nicht lieben würde, sondern weil mir meine persönliche Situation so gepflegt auf den Keks geht. Wenn das Lernen seit Jahren und zwar quasi täglich unterbrochen wird, weil die Familie es nicht respektiert, oder wenn man eh nicht weiß, ob man jemals in das Land der Zielsprache reisen kann, dann macht das schon was mit der Motivation. Gerade jetzt tut es mir gut, daß ich mich darauf verlassen kann, daß ich einfach stur weitermache. Ich bin Aspie – ich kann sowas.

Niederländischer Text #26: Simon Winchesters Reise auf dem Jangtse

Één van de beste boeken, die ik dit jaar heb gelezen, was „De wilde stroom“ van Simon Winchester. Winchester, een Engelse-Amerikaanse schrijver, vertelt in dit boek over zijn reis op en langs de rivier Jangstekiang (Jangtse) in China.

Blijkbaar was het al niet zo gemakkelijk om de toestemming te krijgen zo’n project door te voeren, vooral omdat de Chineese regering niet graag buitenlandse journalisten in het land laat. Meestaal beweren de Chinesen dat journalisten eigenlijk spionen zijn en allen daarnaartoe komen om „geheimen“ te ontdekken en China te schaden. Dat betekende dat Winchester niet alleen kon rondreizen, maar dat hij altijd een bewaker had. Natuurlijk leidde dat ook tot veel absurde momenten: bijvoorbeeld konden de interviewpartners (gesprekpartners?) van Winchester nauwelijks vrij uitdrukken wat ze werkelijk dachten en moesten ze daarom vaak alleen met gebaren en hun gezichtsuitdrukking begrijpbaar maken wat ze eigenlijk wilden zeggen. Ook mocht Winchester zich niet vrij in het land bewegen: de regering controlleerde alles – niet alleen waar hij moest slapen, maar ook welke musea (?) hij mocht bezoeken.

Winchester schreef zowel over zijn ervaringen tijdens de reis, maar ook over de geschiedenis, die met die rivier verbonden is. Voor mij was het bijvoorbeeld nieuw dat de Chinesen de Jangtse niet gebruikten om met andere landen te handelen, maar dat de Engelsmannen ermee begonnen, een handelsroute op te bouwen. Het waren ook de Engelsmannen, die de eerste spoorweg bouwden, die alleen ervoor gebruikt werd om waaren uit China naar Engeland te brengen.

Het grootste project dat met de rivier verbonden is, is natuurlijk de drie-ravijnen-dam – en project, die veel ongelukk heeft veroorzaakt. Om de dam te bouwen, moesten ontelbaare dorpen verplaatst worden, en veel mesen overlevden dat niet. Überhaupt vond ik heet ongelofelijk hoeveel mensen de Chineese regering heeft opgeofferd, niet alleen voor de dam maar ook tijdens de tweede Chineese-Japaanse-Oorlog waar ze besloten, ongeveer een million Chinesen te offeren om ook de vijand te verdrinken…

Winchesters doel is een van de bronnen van de Jangste, die in de Himalaya ligt. Hij vertelt dat de kwaliteit van het water beter en beter wordt hoe verer hij naar de bron komt en wanneer hij aan het einde aan de bron staat, overschrijdt hij de Jangste, die aan sommige plekken enkele kilometer breed is, te voet 🙂

In totaal is het een interessant boek, maar het is toch angstaanjagend hoe de Chinese regering in het leven van de mensen ingrijpt en hoe ze met de natuur, met mensen en dieren omgaan.

Niederländisch #94

Den vierten Teil von Harry Potter haben mein Mann und ich diese Woche beendet. Wir finden beide, daß es mit dem flüssigen Lesen immer besser klappt und wir ein besseres Gespür dafür entwickelt haben, wo Sinnabschnitte enden (aber natürlich haut das nicht immer hin).

Ansonsten habe ich diese Woche meine Lehrerstunde gehabt und einen Text geschrieben – und das war es dann auch schon wieder 🙂

Thrifty Thursday #89

In dieser Woche kam eine Lieferung von unserem Kräuter- und Gewürzmann an. Wir hatten u.a. 250 g Pommessalz bestellt, aber er hatte uns 300 g eingepackt. Über sowas freue ich mich immer sehr 🙂

Dann mußte ich eine eben erst gekaufte Kopflampe reklamieren, weil sie nicht mehr anging. Der Händler sagte, er würde mir Ersatz schicken und die defekte Lampe soll ich bitte einfach entsorgen. Mein Mann konnte sie aber reparieren – es war ein Wackelkontakt. Jetzt haben wir also zwei.

Beim Einkauf hatten wir diese Woche auch Glück, wir bekamen 500g Rohrzucker für 0,79 € und haben davon direkt ein paar eingepackt.

Italienisch #34

Im Moment bin ich im Flow, das Lernen klappt gut und seit ich wieder den Laptop benutze, läuft’s allgemein besser. Wozu ich mich nicht motivieren kann: lesen, hören, sprechen. Ist aber nicht so wichtig, es ist eh ein Prozeß und sortiert sich am Ende von selbst.

Die Präpositionen hat mir Duolingo ganz gut erklärt, aber manchmal hapert es immer noch bei da und di und del und überhaupt. Italienisch fühlt sich so verdammt oft wie eine andere Art von Spanisch an, daß diese kleinen Wörtchen manchmal einfach untergehen… 🙂

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