Gelesene Bücher im August 2022

  • Stephen King: Das Institut. Roman, aus der Bibliothek. In Maine gibt es ein Institut, das Kinder entführt und zu politischen Zwecken mißbraucht und foltert. Luke, ein hochintelligenter Junge, schafft es zusammen mit den anderen Kindern und einer handvoll Polizisten, alles auffliegen zu lassen. Obwohl King gut schreibt, ist das Buch einfach totlangweilig und völlig belanglos. Die Handlung plätschert nach Schema F dahin, es gibt nicht einmal Bösewichte, die es ernst meinen. Die Auflösung ist so richtig blöd – Spoiler! Die Kinder werden dafür eingesetzt, Menschen, von denen Wahrsager behaupten, sie werden in der Zukunft einen Atomkrieg auslösen, telepathisch zu töten. Mhm, ist klar – das macht auch viel mehr Sinn, als einen Killer zu schicken, der den Job ohne Aufsehen zu erregen mit einem Schuß zwischen die Augen löst, zumal die Kinder nach ein paar Einsätzen sterben und ihre Familien auch getötet werden, was eine Menge Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dazu kommt, daß dieser Schinken fast 800 Seiten umfaßt und damit locker 500 zu lang ist. Mann ey. Ich wußte direkt wieder, wieso mein letzter King fast 30 Jahre her ist. Saudumm und überflüssig. Für die gute Schreibe und das hervorragende Lektorat gibt’s einen Stern extra, also insgesamt 2/5.
  • John Steinbeck: Meine Reise mit Charley. Reisebericht, aus der Bibliothek. 1960 bricht Steinbeck zusammen mit seinem Hund Charley in einem Camper zu einer elfwöchigen Rundreise durch die USA auf: von New York fährt er westwärts nach Seattle, dann nach Salinas, von dort aus über Texas und Louisiana ostwärts und zuletzt an der Ostküste entlang nach New York City zurück. Sein Ziel: er möchte nicht nur das Land sehen, sondern auch inkognito mit den Menschen sprechen, um zu ergründen, wie es um Amerika bestellt ist. Er führt daher keine Interviews, sondern beobachtet lediglich und hält fest, welche zufälligen Begegnungen er hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, humorvoll, traurig, nachdenklich – da ist alles dabei. 4,5/5.
  • Ray Bradbury: Halloween. Roman, aus der Bibliothek. An einem Halloween-Abend machen acht Jungen eine Reise zu den Ursprüngen dieses Fests, vom Totenkult der Ägypter zum Gott Samhain der Druiden, von den Hexenbrennungen in Europa zum Día de los muertos in Mexiko. Ihr Reiseführer, Mr. Downground, ist der Tod, und einer aus ihrer Gruppe steht in dieser Nacht selbst an der Schwelle des Todes… Ich kann mir vorstellen, daß sich das Buch auch prima zum Vorlesen für ältere Kinder (so ab 10) eignet, ich jedenfalls habe es gern gelesen. 4,5/5.
  • Ulrich Kienzle: Tödlich naher Osten. Sachbuch, aus der Bibliothek. Kienzle beschreibt in aller Kürze die politische Situation in einigen Ländern des Nahen Ostens, wie z.B. des Irak, Ägyptens und Libyens; desweiteren befaßt er sich mit den Kurden und dem IS. Nach jedem Kapitel folgt ein Interview mit einer Person aus dem entsprechenden Land, die nach Deutschland geflüchtet ist. Ich glaube, die Kurzzusammenfassung lautet: der Nahe Osten ist eine Latrine und es wird niemals sowas wie Frieden oder ein geordnetes Leben dort geben, weil das irgendwie auch keiner will und der Islam sowas von überhaupt nicht hilfreich dabei ist. Wer Fakten zum Thema sucht, ist hier gut bedient. Wer Hoffnung sucht, nicht. 4,5/5.
  • Susanna Partsch: Wer klaute die Mona Lisa? Sachbuch, aus der Bibliothek. Partsch beleuchtet das relativ neue Phänomen des Kunstdiebstahls von unterschiedlichen Seiten und gibt Einblick in die Fragen danach, welche Motive die Täter haben, ob es tatsächlich so oft wie in Filmen dargestellt einen Auftraggeber im Hintergrund gibt und wie es dazu kommen konnte, daß mit gestohlenen Kunstwerken Lösegeld erpreßt werden kann. Zahlreiche Beispiele zu gestohlener und zum Teil wieder aufgetauchter Kunst runden das Buch ab. Eigentlich ein sehr spannendes Thema, das hier leider viel zu drög behandelt wird. 3/5.
  • Julia Kreuzer: Gelattoria. Roman, geschenkt bekommen. Der Roman spielt im 18. Jahrhundert in Venedig, wo die Sprößlinge reicher Familien vor allem eins wichtig finden: wer wen heiratet. Die eigentliche Geschichte kommt dabei irgendwie sehr kurz – eigentlich geht es nämlich um eine Gelateria, die erst dann vererbt werden kann, nachdem eine Ehe geschlossen wurde, und dann gibt es auch noch einen mysteriösen Maskenmann und einen handfesten Betrüger. Ich fand die Geschichte leider sehr wirr und belanglos, zudem war die schlecht geschrieben (ich habe insgesamt rund 200 Fehler gezählt, wobei ich einen Fehler, der sich ständig wiederholt hat, nur ein einziges Mal gezählt habe…auf 317 Seiten verteilt spricht das schon für nicht so sorgfältige Arbeit am Buch). 1/5.
  • Joanne K. Rowling: Harry Potter en de Geheime Kamer. Roman, aus dem Bücherschrank. Über das Buch brauche ich wohl nichts mehr schreiben 🙂 Mein Mann und ich haben es uns gegenseitig vorgelesen, was uns beiden richtig Spaß gemacht hat. 5/5.

Speiseplan #301

  • Montag: BBQ-Pizza mit Paprika und Wurstbrät, dazu Rohkost
  • Dienstag: Reissalat mit Mango, Spinat und Hühnchen
  • Mittwoch: Maisküchlein, Champignonomelette und Kartoffelpüree
  • Donnerstag: Zucchinifächer mit Feta und Tomaten, dazu Bulgur
  • Freitag: Gnocchitopf
  • Samstag: Bohnenburger
  • Sonntag: UWYH

Niederländisch #81

Diese Woche war extrem fordernd und belastend – da blieb nicht viel Kraft für’s Lernen übrig. Ich habe ein-, zweimal Vokabeln wiederholt und hatte meine Lehrerstunde.

Thrifty Thursday #76

Diese Woche haben mein Mann und ich uns den Hobbit und den Herrn der Ringe auf Niederländisch gekauft, als „total defekte B-Ware“ für die Hälfte des Preises. Tatsächlich haben Einband und Schnitt leichte Defekte, allerdings nichts, was ernsthaft beim Lesen stören würde. Von der Harry Potter Reihe fehlen uns noch vier Bände, die wir uns nach und nach auch noch kaufen werden, und dann haben wir unsere Lieblingsbücher, die wir eigentlich in jeder unserer Lernsprachen anschaffen, beisammen 🙂

Gekauft habe ich diese Woche auch noch Pflegebedarf, eine Schachtel hübsche Aufkleber und eine Rückenstütze für’s Bett, die allerdings etwas zu kurz ist, so daß ich da jetzt noch einen Schaumstoffklotz oder etwas Vergleichbares kaufen muß, bevor ich sie benutzen kann. Mir fällt also auf, daß ich gerade mehr Geld ausgebe, und zwar nicht nur für Dinge, die ich wirklich brauche, sondern auch für nette Sachen, die keinen weiteren Zweck erfüllen als mich zu erfreuen. Bevor ich diese Dinge bestellt habe, haben mein Mann und ich über den Mehrwert der Freude gesprochen: lohnt es sich, Geld für etwas auszugeben, das nur schön ist, aber nicht wirklich gebraucht wird? In meiner momentanen Situation denke ich: JA. Während andere Leute Eis essen oder ins Kino gehen oder sogar in den Urlaub fahren, bin ich immer noch im Bett – fast drei Monate nun. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Da kann man alles gebrauchen, was die Sache ein wenig versüßt. Mir ist nur wichtig, daß es bei kleinen Beträgen bleibt und wir die Kontrolle behalten.

Speiseplan #300

  • Mittwoch: Burger und Pommes
  • Donnerstag: Bohnengratin mit Pilzen, Paprika und Feta, dazu Kartoffelpüree
  • Freitag: Speckpfannkuchen mit Frühlingsquark und gemischtem Salat
  • Samstag: Gnocchigratin mit Pilzen und Schinken
  • Sonntag: Lasagne mit Zucchini und Tomaten
  • Montag: Pasta mit rotem Gemüsepesto
  • Dienstag: UWYH

WochenendRückblick #299

An diesem Wochenende war ich das erste Mal außerhalb meines Bettes! Dreimal saß ich im Rolli und habe dann die Gelegenheit genutzt, mir mal wieder mein Haus anzugucken und das Waschbecken zu putzen (jaja, Prioritäten und so^^). Gehen oder stehen funktioniert noch nicht, aber es ist schön, mal wieder was anderes zu sehen.

Ich habe gelernt und gelesen, wenig geschlafen, Hörbücher gehört und ein bißchen was geklebt. Ich glaube, insgesamt geht es mir besser, auch wenn der Scheiß einfach noch dauern wird. Für ein extrem belastendes Problem habe ich wahrscheinlich eine Lösung gefunden, die so banal ist, daß ich implodieren könnte…

Niederländisch #80

Diese Phase gerade ist extrem anstrengend. Ich habe immer noch Schmerzen, struggele mit psychischen Problemen und hey, meine fucking Schuhe sind jeden Tag ein Thema. Ach ja, und ich bin immer noch Vollzeit im Bett. Es ist nicht die beste Zeit, um zu lernen – und andererseits ist das Lernen etwas, in das ich wie in eine warme Wanne abtauchen kann. Es tut gut, sich abzulenken.

Ich habe diese Woche also die Durchsicht meiner riesigen Vokabelbox beendet und bin ganz schön stolz auf mich, wie viele ich noch konnte. Dann haben mein Mann und ich jeden Tag Harry Potter miteinander gelesen. Nur für einen Text oder irgendwelche Fragen für meine Lehrerin blieb keine Energie. Ich hoffe, ich kann mich da vor der nächsten Stunde noch aufraffen.

In meiner letzten Stunde mit ihr haben meine Lehrerin und ich einen irrealen Text im Präsens und einen im Präteritum durchgeackert. Das ist für mich immer die Königsdisziplin einer Sprache und jo, da bin ich noch kein König. Eher so eine Art Küchenjunge. Aber das macht nix, die Fehler helfen, zu verstehen, woran es noch hapert.

Als ik geen problemen met mijn schoenen had zou ik blij zijn. Als ik niet al so veel jaren problemen met mijn schoenen had gehad zou ik blij zijn geweest. Als ik passende schoenen had zou ik weer op vakantie kunnen gaan. Als ik al in het geleden passende schoenen had gehad had ik op vakantie kunnen gaan. Umpf.

Thrifty Thursday #75

Wenn mein Mann und ich eine „guilty pleasure“ haben, dann ist es Currywurst. Zu anderen Fast Food Ketten gehen wir eigentlich gar nicht mehr, aber pro Monat bringen wir es schon auf zwei oder mehr Runden Currywurst mit Pommes. Ein teures Vergnügen – mit einem Getränk dabei zahlen wir rund 15 €. Daheim haben wir natürlich auch schon Pommes gemacht, aber das Ergebnis war nie so, wie man es sich wünscht. Im Backofen werden Kartoffeln oder auch fertig gekaufte TK-Pommes nicht wirklich knusprig und in der Fritteuse blieben sie oft hell und waren eher labberige Fettstäbchen als das, was man sich eigentlich unter einer Portion Pommes vorstellt.

Unsere Fritteuse ist ungefähr 18 Jahre alt und hat uns bislang gute Dienste erwiesen. Das Einzige, was allerdings immer nervte: man mußte die Krümel mit einem feinen Sieb mühsam herausfischen oder halt gleich das ganze Fett tauschen. Okay, damit kann man sich arrangieren. In letzter Zeit jedoch ließ die Leistung irgendwie nach. Pommes kamen selbst nach der doppelten Frittierzeit hell und labberig aus dem Fett. Das Messen ergab, daß sie statt der angezeigten 190°C gerade einmal 140°C erreichte. Zeit also, ein neues Gerät zu kaufen.

Neulich gab es eine etwas merkwürdige Aktion bei einem großen Onlinehändler: wenn man sich einen Podcast anhörte, bekam man einen 5-Euro-Gutschein. Haben wir natürlich gemacht, und darum war eine Fritteuse eines namhaften deutschen Herstellers dann noch mal etwas billiger, als sie es im Angebot ohnehin schon war. Diesmal haben wir uns für ein Modell entschieden, das komplett (bis auf das Heizelement und die Elektrik) in der Spülmaschine gereinigt werden kann und das auch ein integriertes Krümelsieb hat. Das Nachmessen ergab, daß das Fett tatsächlich auf 190°C kommt. Und dann folgte die erste Portion Pommes zur Probe.

Wir haben noch nie so geile Pommes daheim hinbekommen! Ich bin echt von den Puschen und sehr glücklich mit dem Resultat. Ein bißchen Pommessalz dran und ein wenig Mayo dazu und ich bin im siebten Pommeshimmel. Yum! Ein Beutel Pommes kostet 1,25 € und daraus bekommen wir insgesamt vier Portionen (oder zweimal Pommes für zwei). Jetzt ist unser Ehrgeiz geweckt, daß wir auch noch eine bessere Currywurstsauce hinbekommen – unsere ist zwar ok, aber ihr fehlt noch ein bißchen Pep.

Demnächst wollen wir auch mal wieder frittierten Schafskäse machen….oder selbstgemachte Chicken“nuggets“. So macht Sparen Spaß 🙂

Speiseplan #299

  • Mittwoch: Burger und Pommes
  • Donnerstag: Lauchsuppe mit Käse und Hackfleisch
  • Freitag: Gnocchigratin mit Pilzen und Schinken
  • Samstag: Ofenfrittata und Pellkartoffeln mit veganem Frühlingsquark
  • Sonntag: Kartoffelgratin mit Paprika und Mettbällchen
  • Montag: Kohlrabieintopf
  • Dienstag: UWYH

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung