Thrifty Thursday #31

Es gibt einen großen Fortschritt beim Aussortieren zu verzeichnen. Wir haben fast die Hälfte unserer Kisten geleert und dabei den Altkleidercontainer und unsere Altpapiertonne gut gefüllt  (und der Schredder läuft hier jeden Abend) 🙂 Ich habe einen Schwung Bücher verkauft, zum ersten Mal an einen kommerzieller Anbieter gebrauchter Bücher. Mit dem ganzen Prozeß bin ich sehr zufrieden und ich habe auch den vollen Preis, der mir nach dem Scannen der Bücher anzeigt wurde, bekommen. Ich habe zudem ein paar Dinge bei den Kleinanzeigen angeboten, aber irgendwie sind da ganz schön viele schräge Vögel unterwegs. Leute, die Termine zum Abholen ausmachen, und denen dann am nächsten Tag plötzlich einfällt, daß sie lieber morgens kommen wollen, dann ohne einen Termin abzumachen vor der Tür stehen und sich wundern, daß keiner öffnet. Leute, die schreiben, daß sie eine Sache kaufen möchten, sich dann aber nicht mehr melden. Leute, die nach Versandkosten fragen, und die für überteuert halten, selbst wenn man denen für die Verpackung nichts berechnet und eine Bücher- und Warensendung nunmal 1,90 € kostet. Leute, die Fragen stellen wie „kann das Buch auch Spitze?“ (ich antworte bei sowas immer, daß es das natürlich kann, wie alle Bücher, lol!). Leute, die einen Preis einfach mal halbieren und denken, das Porto wäre da auch schon drin. Schräg halt. Persönlich nehme ich das natürlich nicht, aber es nervt mich durchaus, daß diese Menschen mir Zeit und Energie rauben, auch wenn es immer nur ein paar Minuten sind (das läppert sich doch auch).

Verkauft habe ich diese Woche auch mein Elektrodreirad, das ich mir vor zwei Jahren, kurz bevor ich so krank geworden bin, gekauft hatte. Ich bin keine 100 km damit gefahren. Es jetzt zu verkaufen, war eine rationale, keine emotionale Entscheidung. Die Hoffnungen, die mit dem Kauf verbunden waren (ich komme an Orte, die ich mit dem Rollstuhl nicht erreiche, und fange plötzlich an, das Kaff hier zu mögen), haben sich nicht erfüllt. Ein schöner Bach oder ein hübscher Feldweg würden nichts daran ändern, daß ich hier nicht bleiben werde. Da ich in der Zukunft kein Haus mehr haben will, ergibt sich so das Problem, wo das große Dreirad stehen sollte, denn man könnte es nicht mal eben in den Keller bringen oder gar mit in die Wohnung nehmen. Und wenn ich es länger rumstehen lassen, ist der Wertverlust nochmal größer, als wenn ich es jetzt abgebe. Der Händler, von dem ich es hatte, hat es zurückgekauft und auch abgeholt. Ich bin ehrlich froh, daß das alles so smooth über die Bühne ging.

Mein Mann hat sich seine Elektrokisten vorgenommen. Da waren noch so Antiquitäten wie unsere ersten Handys aus den späten 90ern drin :lol: Übrig ist jetzt nur noch eine einzige Kiste mit Elektrosachen, whoo-hoo!! Um ab sofort eine bessere Übersicht über die ganzen Kisten auf dem Dachboden zu haben, haben wir beschlossen, doch nochmal alles genau zu dokumentieren und ein neues Archiv anzulegen. Dazu bekommt erstmal jede Kiste einen bunten Punkt – jede Farbe ist einer Person zugeordnet. Dann werden wir die Inhalte der Kiste photographieren und beschreiben. Das alles wird in eine Liste eingetragen. Und so die Technik will, wird es damit in Zukunft leichter, Dinge bzw. Kisten wiederzufinden. Ich denke, während dieser Aktion werden auch noch mal Dinge auftauchen, die wir weggeben werden…

Ich habe beim Durchsehen der ganzen Sachen festgestellt, daß ich gern eine Erinnerungsbox hätte, ungefähr so groß wie eine Keksdose. Da ich damit gar nicht erst in die Versuchung komme, sperrige Dinge aufzuheben, werde ich von vielen Dingen Photos machen, sie ausdrucken und dann in die Box legen. Von bestimmten Sachen werde ich einen Teil behalten, wie etwa einen Knopf von einem früheren Lieblingsteil oder eine Karte von einem ehemaligen Quartettspiel. Dafür bin ich jetzt schon fleißig am Sammeln.

In der Küche haben wir diese Woche mal ein paar ältere Gewürzmischungen, die ich vor einer Weile in einem Adventskalender hatte, in unsere Brote gegeben. Es war doch überraschend, wie gut ein Fisch- oder ein Bratengewürz als Brotgewürz taugen 🙂 Diese Woche haben wir auch mal ein neues Naan-Rezept ausprobiert. Ausbaufähig, würde ich sagen. Abgesehen davon haben wir mal ein paar Vorräte aufgefüllt: grüne und gelbe Linsen, Passata und solche Sachen.